Erste Eindrücke
Der SWAG YOLO JOMO fällt sofort durch seine auffällige Farbgebung in Cobalt und Aqua auf, die auf der Bahn einen sehr lebendigen Eindruck hinterlässt. Im Herzen des Balls rotiert der bewährte symmetrische Spiral-S Kern. Dieser Kern liefert bei 15 lbs ein RG von 2.535 und ein Differential von 0.044. Diese Kennzahlen platzieren ihn im Bereich der mittleren Performance mit einer Tendenz zu guter Länge. Ummantelt wird der Kern vom USY 2 Pearl Reactive Coverstock. Die Oberfläche ist ab Werk mit einem 3000-Grit-Schliff versehen und anschließend poliert. Diese Kombination ist interessant, da das zugrundeliegende 3000er-Korn für genügend Biss im Öl sorgt, während die Politur dem Ball hilft, sauber durch die Front zu gleiten. Es ist kein klassischer "Glasur"-Pearl-Look, sondern wirkt etwas griffiger.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum Vorgänger, dem SWAG YOLO Rocks, wirkt der JOMO etwas runder und kontrollierter in der Reaktion am Breakpoint. Während der Rocks oft eine sehr scharfe Ecke generierte, bietet der JOMO durch die USY 2 Schale einen etwas glatteren Übergang. Vergleicht man ihn mit einem Marktstandard wie dem Storm Hy-Road Pearl, zeigt der YOLO JOMO eine ähnliche Länge, liest aber durch das etwas höhere Differential und die aggressivere Grundkörnung des Covers das Mittelfeld einen Tick stärker. Er ist weniger sprunghaft als ein Roto Grip Hustle Wine und bietet mehr Gesamt-Hook als diese Einstiegs-Serie. Er agiert in einer ähnlichen Nische wie der Radical Rattler Pearl, wobei der SWAG-Ball oft eine etwas spätere Reaktion zeigt.
Praktische Anwendung
Der SWAG YOLO JOMO ist ein idealer Ball für mittlere Ölbedingungen und den Übergang ("Transition"). Wenn die Bahn beginnt, in der Front trocken zu werden und stärkere Solid-Bälle zu früh Energie verlieren, spielt dieser Ball seine Stärken aus. Er kommt mühelos durch die Köpfe und bewahrt seine Energie für das Backend. Dank des symmetrischen Spiral-S Kerns ist die Bewegung im Backend definiert, aber nicht unkontrollierbar zickig. Das macht ihn zu einer hervorragenden Wahl für Ligaspiele auf Hausmustern (House Shots), bei denen man im Verlauf des Abends nach innen rücken muss. Er bietet genug Recovery, um auch bei etwas weiteren Winkeln zurückzukommen, ohne bei direktem Spiel sofort überzureagieren.