Erste Eindrücke
Der Hammer Widow Spare aus dem Jahr 2016 fällt durch seine markante Orange und Black Farbgebung in einem transparenten Look direkt ins Auge. Das Besondere an diesem Ball ist die Kombination aus dem bewährten asymmetrischen Gas Mask Kern (RG 2.50, Differential 0.058) und einem klassischen Polyester/Plastic Cover, das auf Hochglanz poliert ist. Diese ungewöhnliche Spezifikation soll dafür sorgen, dass der Ball die Front und die Mid-Lane vollkommen reaktionslos passiert, da das Cover keinerlei Traktion im Öl aufbaut. Der starke Kern im Inneren bietet lediglich ein minimales Aufbäumen am Pin-Deck.
Vergleichsanalyse
Vergleicht man den Hammer Widow Spare mit typischen Spare-Bällen wie dem Storm Ice Storm, so besitzt der Widow Spare durch seinen asymmetrischen Kern einen Hauch mehr Hook-Potenzial auf extrem trockenen Flächen. Gegenüber jedem reaktiven Ball wie dem Storm Phaze II bietet der Widow Spare absolut keine Reaktion im Öl. Wenn die Transition auf der Bahn sehr weit fortgeschritten ist und extreme Friction herrscht, kann der asymmetrische Kern minimal greifen, bleibt aber im Wesentlichen schnurgerade. Er ist nicht dafür konzipiert, die Gasse aus großen Winkeln anzuvisieren.
Praktische Anwendung
Seine ideale Leistung entfaltet der Hammer Widow Spare als primärer Räumball für alle Spares oder auf völlig ausgetrockneten Bahnbedingungen, bei denen jeder reaktive Ball drastisch überreagieren würde. Durch das fehlende Lesen der Bahn bietet er Spielern die Möglichkeit, eine direkte Linie über alle Leisten hinweg zu spielen. Der Carry ist bei diesem Ball sekundär, da er für zielgenaue Anschüsse gedacht ist. Der Gas Mask Kern soll lediglich dafür sorgen, dass der Ball bei einem Strike-Wurf auf trockenen Bahnen einen minimalen Kick in die Gasse erfährt.