Erste Eindrücke
Der Storm Virtual Gravity Destino markiert im Januar 2026 die Rückkehr einer der legendärsten Kern-Formen in der Geschichte von Storm, technisch modernisiert für die Anforderungen aktueller Bahnbedingungen. Das Herzstück bildet der Shape-Lock HD A.I. Core. Storm hat hierbei den klassischen Shape-Lock HD (High Density) Kern, der für seine starke Rotationseigenschaft bekannt ist, mit der neuen "Amplified Inertia" (A.I.) Außenkern-Technologie kombiniert. Dies führt zu einem niedrigen RG von 2.47 und einem hohen Differential von 0.054 (bei 15 lbs), was eine schnelle Revolution und hohes Flare-Potenzial verspricht. Umhüllt wird dieser aggressive Kern vom neuen A1S Pearl Reactive Coverstock. Diese Oberfläche unterscheidet sich von herkömmlichen Pearl-Schalen durch eine deutlich höhere Ölabsorptionsrate. Während klassische Pearls oft dazu neigen, auf Öl zu "schwimmen", ist das A1S-Material darauf ausgelegt, trotz der polierten Power Edge Werksveredelung (Factory Polish) mehr Traktion im Öl zu generieren ("Footprint"). Optisch präsentiert sich der Ball in einem markanten Design, das die Premium-Linie von Storm unterstreicht. Die Kombination aus bewährtem Kern-Design und moderner Schalenchemie zielt darauf ab, die Lücke zwischen stark rollenden Solids und schnell reagierenden Pearls zu schließen.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum kürzlich erschienenen Virtual Energy Blackout zeigt der Destino ein etwas früheres und runderes Reaktionsverhalten. Während der Virtual Energy Blackout für seine extrem eckige Bewegung am Backend bekannt ist, sorgt der Shape-Lock HD A.I. Kern im Destino für eine stabilere Bewegung im Midlane-Bereich (mittlerer Bahnteil). Durch die höhere Ölabsorption des A1S Covers liest der Destino die Bahn früher als beispielsweise ein Journey oder Phaze AI, behält aber dennoch mehr Energie für die Pins als typische Solid-Bälle wie der Ion Pro. Verglichen mit Wettbewerbsprodukten lässt sich der Destino technisch am ehesten neben Bällen wie dem Attention Star S2 von Roto Grip (sofern als Pearl/Hybrid konfiguriert) oder dem Black Widow 3.0 von Hammer (hinsichtlich der Kern-Stärke, jedoch mit saubererem Front-Lauf) einordnen. Der entscheidende Unterschied liegt in der A.I.-Technologie, die im Vergleich zu älteren Shape-Lock Modellen (wie dem Gravity Evolve) die Energieübertragung auf die Pins ("Carry") optimieren soll, indem sie die Dynamik des Außenkerns verändert.
Praktische Anwendung
Der Storm Virtual Gravity Destino ist primär für mittlere bis schwere Ölmuster konzipiert. Er eignet sich hervorragend als erster Übergangsball, wenn reine Solid-Bälle (wie ein Gem oder Eternity Pi) beginnen, zu früh zu haken oder Energie zu verlieren, aber die Bahn noch nicht trocken genug für schwächere Pearls (wie ein Hy-Road) ist. Aufgrund des starken asymmetrischen Kerns profitieren besonders Spieler, die Unterstützung bei der Erzeugung von "Flare" benötigen, oder jene, die auf tiefen Spiellinien (Deep Inside) spielen und sicherstellen müssen, dass der Ball trotz des steilen Winkels noch genügend Kraft für den Einschlag in die Gasse behält. Das A1S Pearl Cover erlaubt es dem Spieler, die Front der Bahn (Heads) sauber zu passieren, ohne dabei das Risiko einzugehen, den Bremspunkt (Breakpoint) zu verpassen ("Blow-out"), da die Schale griffiger ist als bei Standard-Pearls. Für Turnierspieler bietet er eine verlässliche Option, um den Hook-Bereich zu öffnen, ohne die Kontrolle über die Transition zu verlieren.