Erste Eindrücke
Der Brunswick Vapor Zone Hybrid bringt eine der ikonischsten Ballserien der Bowlinggeschichte in einer neuen Hybrid-Variante zurück. Optisch sticht der Ball durch seine Kombination aus Emerald, Silver und Purple hervor, die ihm ein unverwechselbares Erscheinungsbild verleiht. Technisch setzt Brunswick auf den bewährten Zone Asymmetric Kern, der mit einem niedrigen RG von 2.478 und einem Differential von 0.048 für ein frühes Hochdrehen und starkes Flare-Potenzial sorgt. Das Intermediate Differential von 0.017 ist signifikant genug, um eine definierte Asymmetrie zu erzeugen, ohne dabei unkontrollierbar zu wirken. Ummantelt wird dieser Motor von der Activator Plus 2.0 Hybrid Oberfläche. Im Gegensatz zu früheren Versionen wird der Ball ab Werk mit einem 500/3000 Siaair Finish ausgeliefert. Diese matte, aber nicht extrem raue Oberfläche deutet darauf hin, dass der Ball die Bahnfront gut überbrücken soll, um dann in der Midlane kräftig zu greifen und kontinuierlich durch die Gasse zu arbeiten.
Vergleichsanalyse
Innerhalb der Zone-Familie füllt der Vapor Zone Hybrid präzise die Lücke zwischen dem Vintage Vapor Zone (Pearl) und dem Vapor Zone Solid. Während der Solid sehr früh liest und eine eher runde Bewegung macht, und der Vintage (Pearl) oft erst spät und eckig reagiert, bietet der Hybrid das Beste aus beiden Welten: mehr Traktion im Öl als der Pearl, aber mehr Energiespeicherung für das Backend als der Solid. Zieht man einen Vergleich zum Brunswick Uppercut, so liest der Vapor Zone Hybrid durch seinen asymmetrischen Kern und die matte Oberfläche die Midlane deutlich stärker und früher. Gegenüber einem Storm Physix, der ebenfalls asymmetrisch und hybrid ist, zeigt der Vapor Zone Hybrid eine ähnlich runde, aber kraftvolle Bewegung, wirkt jedoch oft einen Tick früher in der Reaktion auf Friction.
Praktische Anwendung
Der Vapor Zone Hybrid ist eine exzellente Wahl für Medium- bis Heavy-Oil-Bedingungen. Durch das 3000er Siaair Finish bietet er genug Grip, um auf frischem Öl nicht zu rutschen, ist aber glatt genug, um nicht sofort zu verbrennen, wenn die Köpfe etwas trockener sind. Er eignet sich hervorragend als erster Ball aus der Tasche bei Ligaspielen, da er die Transition der Bahn gut lesbar macht. Spieler werden feststellen, dass er Fehler in der Ballgeschwindigkeit gut kompensiert: Wirft man ihn etwas zu schnell, hilft der niedrig-RG Kern beim Anlaufen; wirft man ihn nach außen ins Trockene, bremst die Hybrid-Schale kontrolliert ab, ohne ruckartig zu springen. Er ist besonders effektiv, wenn man eine starke Bewegung im Backend benötigt, aber die Bahn für reine Pearl-Bälle noch zu viel Öl in der Mitte hat.