Erste Eindrücke
Der DV8 Vandal Destroy wurde im Januar 2017 als aggressiver Nachfolger innerhalb der beliebten Vandal-Linie vorgestellt. Optisch tritt der Ball in einer düsteren Solid-Farbgebung aus Black und Purple auf, was seine Intention für schwerere Ölbedingungen unterstreicht. Im Inneren arbeitet der bewährte Vandal Low RG Asymmetric Core, der in der 15-Pfund-Version einen sehr niedrigen RG-Wert von 2.488, ein hohes Differential von 0.054 und ein Intermediate Differential von 0.011 liefert. Diese Werte sind bekannt für eine Kombination aus frühem Anlaufen und einer für asymmetrische Kerne überraschend starken Backend-Bewegung. Umhüllt wird dieser Kern vom Composite Hook Solid Coverstock. Die Oberfläche ist ab Werk mit einem 500/4000 Siaair Micro Pad Finish versehen. Diese Abstimmung zielt darauf ab, genügend Traktion im Öl zu generieren, ohne die Energie zu früh zu verbrennen, und bietet eine vielseitigere Oberfläche als extrem raue "Schneepflug"-Bälle.
Vergleichsanalyse
Um den Vandal Destroy korrekt einzuordnen, ist der Vergleich zum originalen DV8 Vandal (Pearl) und dem DV8 Pitbull entscheidend. Während der Pitbull (ebenfalls Januar 2017) als reines Monster für maximales Ölvolumen und früheste Rotation konzipiert ist, bietet der Vandal Destroy mehr Länge durch die Front und eine deutlich explosivere Reaktion am Breakpoint. Er agiert "sauberer" als ein Brunswick Mastermind Strategy, der eine ähnliche Solid-Asymmetrie aufweist. Im Vergleich zum Storm Phaze II, der als symmetrischer Solid-Ball eine sehr runde und gleichmäßige Bewegung zeigt, liefert der Vandal Destroy durch seinen asymmetrischen Kern einen schärferen Winkel in die Gasse. Gegenüber dem Roto Grip Haywire wirkt der Vandal Destroy dynamischer im Backend; wo der Haywire oft etwas träge wirkt ("chuggy"), behält der Destroy seine Rotation besser für den Einschlag in die Pins.
Praktische Anwendung
Der DV8 Vandal Destroy ist ideal für mittlere bis schwere Ölbedingungen konzipiert. Seine besondere Stärke liegt in der Fähigkeit, Traktion mit Winkel zu verbinden. Viele Solid-Bälle für viel Öl neigen dazu, sehr früh zu rollen und flach in die Gasse einzuschlagen. Der Vandal Destroy nutzt das 4000er Finish und den Vandal-Kern, um diesen Effekt zu vermeiden: Er liest die Midlane sicher, bewahrt sich aber den typischen "Pop" am Backend, für den die Serie bekannt ist. Dies macht ihn zur perfekten Wahl als erster Ball auf einer frischen Ligabahn, wenn der Pitbull zu stark wäre, aber ein Pearl-Ball noch zu rutschig ist. Er erlaubt Spielern, tiefere Winkel zu spielen, da der Ball genug Friction erzeugt, um von außen zurückzukommen, aber auch genug Energie speichert, um beim Aufprall den Carry zu maximieren.