Erste Eindrücke
Der AMF Unreal tritt in einer kräftigen Farbkombination aus Black, Blue und Green Solid auf. Das Herzstück dieses Modells ist der asymmetrische CFT Core, der sich durch ein niedriges RG von 2.480 und ein starkes Differential von 0.051 auszeichnet. Als Hülle fungiert das griffige F74 Solid Reactive Coverstock, welches ab Werk mit einem speziellen nEat Finish (4000 Grit) versehen ist. Das niedrige RG lässt den Kern sehr schnell hochdrehen, während die angeraute Schale dafür sorgen soll, dass der Ball extrem sicher durch die Front gleitet und massiven Halt aufbaut.
Vergleichsanalyse
Verglichen mit dem AMF Escape, der ein Pearl Cover besitzt, greift der Unreal spürbar früher und bietet eine wesentlich stabilere, stetigere Reaktion am Breakpoint. Gegenüber dem Storm Phaze II erzeugt der Unreal eine durchschlagskräftige asymmetrische Bewegung im schweren Öl, die jedoch runder abläuft als typische Snap-Bälle. Sobald die Transition einsetzt und die vorderen Bereiche der Bahn trockener werden, verbrennt der Unreal aufgrund seiner rauen Oberfläche relativ schnell an Energie. Er verlangt nach ausreichend Öl.
Praktische Anwendung
Sein bevorzugtes Einsatzgebiet findet der AMF Unreal auf stark geölten Bahnbedingungen. Er ist die perfekte Wahl für Spieler, die auf frischen Mustern einen Ball benötigen, der stark in der Mid-Lane greift und einen stetigen Hook in Richtung Gasse erzeugt. Die sichere Reaktion hilft dabei, auch bei massivem Volumen den Breakpoint nicht zu verpassen. Der Ball soll dafür sorgen, dass der Carry durch den brutalen Drive maximiert wird. Auf abgetrockneten Bahnen ist dieser Ball jedoch viel zu aggressiv und schwer zu halten.