Erste Eindrücke
Der Track Tundra, veröffentlicht im November 2016, zielt präzise auf das Segment für trockene Bahnen und maximale Kontrolle ab. Optisch tritt er in einem schimmernden Silver/Blue Pearl Design auf, das durch das Hochglanz-Finish (500/1000 Abralon mit Powerhouse Factory Finish Polish) sofort seine Absicht signalisiert: Länge. Im Inneren arbeitet der speziell entwickelte Track Symmetric Core, der mit einem sehr hohen RG von 2.57 und einem niedrigen Differential von 0.029 (bei 15 lbs) ausgestattet ist. Diese Kennzahlen sind extrem "zahm" und verhindern, dass der Ball früh anspringt. Kombiniert mit dem DR-4 Pearl Reactive Coverstock, der ursprünglich aus der Hx-Serie stammt, ist dieser Ball darauf ausgelegt, Reibung im vorderen Teil der Bahn komplett zu ignorieren und erst sehr spät zu reagieren.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum gleichzeitig veröffentlichten Roto Grip Hustle POW (Pearl) agiert der Track Tundra oft noch einen Hauch länger und kontrollierter am Breakpoint. Während die Hustle-Serie noch eine gewisse "Pop"-Bewegung am Ende des Musters zeigt, bleibt der Tundra extrem glatt und fließend. Vergleicht man ihn mit dem stärkeren Track Heat, so ist der Tundra ein massiver Schritt nach unten (Step Down). Der Heat liest die Bahn früher und reagiert schärfer, während der Tundra dort ins Spiel kommt, wo selbst der Heat zu viel Hook erzeugt. Gegenüber einem Storm Tropical Breeze bietet der Tundra durch seinen Kern etwas mehr Stabilität im Pin-Deck, verhält sich aber auf der Bahn ähnlich gutmütig.
Praktische Anwendung
Der Track Tundra ist die ultimative "Wüsten-Waffe". Sein Einsatzgebiet sind extrem trockene Bahnen ("Fried Lanes") oder stark abgespielte Hausmuster, bei denen jeder andere Ball zu früh hakt. Er ist perfekt für Turnierspieler am Ende eines langen Blocks, wenn die Köpfe verbrannt sind und man den Ball zwingen muss, Länge zu generieren. Er erlaubt es, weiter rechts zu stehen und direkter zu spielen, ohne Angst vor einer Überreaktion zu haben. Für Einsteiger ist er zudem ein exzellenter erster Ball, da er Fehler in der Rotation großzügig verzeiht und nicht unkontrolliert quer über die Bahn schießt. Auf Öl hat dieser Ball jedoch nichts verloren; dort wird er ohne Reaktion geradeaus rutschen.