Erste Eindrücke
Der Hammer The Sauce 2019 präsentiert sich in einer auffälligen rot-schwarz-magenta Farbgebung und soll als einer der aggressivsten Bowling-Bälle aus dem Hause Hammer überzeugen. Das Herzstück bildet der Modified Contrusion Kern, ein symmetrisches Core-Design mit niedrigem RG von 2.47 bei 15 Pfund und einem Differential von 0.049. Die Ingenieure haben dabei den ursprünglichen Contrusion Kern überarbeitet, um den modernen USBC-Regeln zu entsprechen, während das charakteristische schnell drehende Laufverhalten beibehalten werden konnte. Die Oberfläche besteht aus dem Aggression Solid CFI Coverstock in einer 500/2000 Abralon Oberfläche, welche laut Hersteller mehr Traktion bietet als jeder andere Cover, den Hammer zu diesem Zeitpunkt im Programm hatte.
Vergleichsanalyse
Im Vergleich zu anderen starken symmetrischen Bällen wie dem Storm Phaze II zeigt The Sauce ein deutlich aggressiveres Verhalten in der Midlane bei gleichzeitig kräftiger Backend-Reaktion. Während der Phaze II für seine kontrollierte und vorhersagbare Laufbahn bekannt ist, demonstriert The Sauce einen schwereren Roll mit langsamerer Reaktion auf Friction. Diese Charakteristik macht ihn weniger anfällig für Überreaktionen auf trockenen Stellen, kann aber bei zu wenig Öl zu einem trägen Verhalten führen. Tests haben gezeigt, dass The Sauce selbst bei leichten Fehlwürfen noch genug Energie für den Pin Carry behält, während andere Bälle dieser Klasse möglicherweise zu früh ihre Energie verlieren würden.
Praktische Anwendung
The Sauce richtet sich primär an Spieler, die gerne direktere Winkel spielen und dabei auf mittleren bis starken Ölbedingungen agieren. Besonders Bowler mit höherer Geschwindigkeit profitieren von der aggressiven Oberflächenbehandlung, die selbst bei schnelleren Würfen noch ausreichend Traktion in der Front und Midlane gewährleistet. Für Turnierspieler bietet sich The Sauce als erste Wahl auf frischen, volumenreichen Mustern an, während Liga-Bowler ihn erfolgreich auf House Shots einsetzen können, wenn sie bereit sind, ihre Linie entsprechend anzupassen. Die niedrige RG-Charakteristik sorgt für frühe Rollphase und hilft dabei, auch bei längeren Spielsitzungen konstante Ergebnisse zu erzielen. Stroker-Spieler sollten vorsichtig sein, da der Ball bei zu geringer Geschwindigkeit möglicherweise zu früh seine Energie verbraucht.