Erste Eindrücke
Der Radical The Fix, veröffentlicht im November 2016, brachte eine innovative technische Neuerung in den Bowlingmarkt. Optisch präsentiert sich der Ball in einem puristischen Black Solid Design, das den Fokus ganz auf die technische Funktionalität lenkt. Das Herzstück ist der revolutionäre asymmetrische Shapeshifter Core. Dieser Kern bietet in der Ausgangsbasis (bei 15 lbs) ein RG von 2.511 und ein Differential von 0.054. Die Einzigartigkeit liegt in der Konstruktion, die es dem Ballbohrer erlaubt, durch gezieltes Platzieren der Fingerlöcher in spezielle Bereiche des Kerns die Dynamik massiv zu verändern – von einer sanften, fast symmetrischen Charakteristik bis hin zu einer stark asymmetrischen Reaktion mit hohem Intermediate Differential. Ummantelt wird diese Technologie vom GF-15 Solid Reactive Coverstock, der ab Werk mit einem 500/1500 Siaair Finish für viel Bodenhaftung sorgt.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum Radical Guru Supreme, dem vorherigen Schwergewicht der Marke, bietet The Fix eine deutlich höhere Vielseitigkeit. Während der Guru Supreme stets auf maximalen Hook und extrem frühes Lesen festgelegt war, kann The Fix je nach Layout angepasst werden: Er kann kontrolliert wie ein Radical Primo Solid agieren oder aggressiv wie ein High-End-Asym. Vergleicht man ihn mit dem Marktstandard Storm Phaze II, so greift The Fix in der Regel früher im Öl und erzeugt durch die 1500er Oberfläche mehr Reibung in der Front. Gegenüber einem Brunswick Mastermind Strategy wirkt The Fix oft variabler im Backend, da er nicht so starr auf eine einzige Linienführung festgelegt ist, sondern durch das Layout auf den Spieler "maßgeschneidert" werden kann.
Praktische Anwendung
Der Radical The Fix ist primär für Medium bis Heavy Oil konzipiert. Er ist ein ideales Werkzeug für Spieler, die eine spezifische Lücke in ihrem Arsenal füllen müssen, da der Ball extrem anpassungsfähig ist. Mit einem aggressiven Layout ("Fix"-Layout) generiert er massiven Hook und bewältigt tiefes Öl mühelos, indem er früh Traktion aufbaut. Mit einem Standard-Layout verhält er sich eher wie ein starker Benchmark-Ball, der die Gasse kontrolliert anläuft. Er eignet sich hervorragend für frische Sportmuster, um die Bahn zu lesen. Sobald jedoch die Transition einsetzt und die Front antrocknet, sollte gewechselt werden, da die raue Solid-Oberfläche sonst zu viel Energie verbraucht, bevor der Ball die Pins erreicht.