Erste Eindrücke
Der Storm Sword C3 wurde im Dezember 2017 als Teil der Sword-Serie veröffentlicht, die primär für den asiatischen Markt konzipiert wurde. Optisch besticht der Ball durch ein tiefes Mitternachtsblau, das durch einen dezenten Duft von Apfelkuchen ergänzt wird. Technisch setzt dieser Ball auf eine bewährte Kombination aus Kontrolle und moderater Aggressivität. Im Inneren arbeitet der symmetrische C3 Centripetal Control Core, der für seine fehlerverzeihenden Eigenschaften bekannt ist. Bei einem 15-Pfund-Ball weist der Kern ein niedriges RG von 2.49 und ein geringes Differential von 0.029 auf. Als Oberfläche dient das Reactor Pearl Reactive Cover, welches werkseitig mit einem 1500-Grit Polished Finish versehen ist. Diese Spezifikationen deuten auf einen Ball hin, der die Front der Bahn mühelos überbrückt und eine sehr kontrollierte Bewegung am Breakpoint zeigt.
Vergleichsanalyse
In der Gegenüberstellung mit dem weltweit bekannten Storm IQ Tour Solid zeigt der Sword C3 durch sein Reactor Pearl Cover eine deutlich größere Länge. Während der IQ Tour Solid aufgrund seiner matten Solid-Oberfläche bereits im Midlane-Bereich zu greifen beginnt, bleibt der Sword C3 länger stabil und reagiert erst später auf Friction. Im Vergleich zum Storm Phaze II agiert der Sword C3 wesentlich ruhiger und weniger kraftvoll im Backend. Der Phaze II erzeugt durch sein höheres Differential deutlich mehr Flare und Gesamthook, während der Sword C3 darauf ausgelegt ist, die Bahnform beizubehalten und extreme Ausbrüche zu vermeiden. Verglichen mit dem Storm Hy-Road Pearl bietet der Sword C3 durch den C3-Kern eine frühere, rundere Rollphase, da der Inverted Fe2 Kern des Hy-Road dazu neigt, die Richtungsänderung etwas schlagartiger und winkeliger zu gestalten.
Praktische Anwendung
Der ideale Einsatzbereich des Storm Sword C3 liegt auf mittleren bis trockenen Bahnbedingungen sowie auf künstlich erzeugten Short-Oil-Mustern. Er soll vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn stärkere Bälle zu früh reagieren oder das Backend zu unkontrolliert wird. Für Spieler mit hoher Rotationsrate bietet der Ball eine exzellente Kontrolle über die Gasse, da das niedrige Differential das Flare-Potential begrenzt und somit die Gesamthook-Bewegung berechenbar bleibt. Auch für Spieler, die eine direktere Linie bevorzugen, stellt der Sword C3 eine verlässliche Option dar, um die Front sauber zu durchqueren, ohne im hinteren Teil der Bahn von übermäßiger Reibung überrascht zu werden. In Turnier-Szenarien eignet er sich hervorragend als Ball für die späten Phasen (Late Transition), wenn die Köpfe der Bahn bereits trocken gelaufen sind und Präzision wichtiger wird als maximale Durchschlagskraft.