Erste Eindrücke
Der Storm Super Nova, veröffentlicht im September 2022, positioniert sich als das absolute Schwergewicht in der Premier Line von Storm. Optisch ist der Ball kaum zu übersehen: Die Farbkombination aus Lime, Azure und Black wirkt auf der Bahn extrem lebendig und aggressiv. Unter der bunten Hülle arbeitet eine Kombination aus bewährter und verstärkter Technologie. Der asymmetrische Ignition Kern, bekannt aus dem originalen Nova, sorgt mit einem RG von 2.49 und einem Differential von 0.052 (bei 15 lbs) für ein frühes Anlaufen und massives Flare-Potenzial. Das entscheidende Upgrade ist der NeX Solid Reactive Coverstock. Diese "Nano Extreme"-Oberfläche ist chemisch darauf ausgelegt, maximale Traktion im Öl zu erzeugen. Ausgeliefert wird der Ball mit einem rauen 2000-grit Abralon Finish, was unmissverständlich signalisiert: Dieser Ball ist gebaut, um sich durch dickes Öl zu graben, nicht um zu rutschen. Der typische Storm-Duft ist hier Fruit Pop.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum Vorgänger, dem Storm Nova, der eine Hybrid-Oberfläche und ein feineres 3000er Finish nutzte, agiert der Super Nova deutlich früher und grabender. Während der Nova noch eine gewisse Länge bot und am Breakpoint definierter reagierte, glättet der Super Nova das Muster viel stärker und eliminiert Überreaktionen. Zieht man den Storm Proton PhysiX heran, der ebenfalls den NeX Solid Coverstock nutzt, spielen beide in der gleichen Liga der "Schneereifen". Der Proton PhysiX wirkt durch seinen Atomic Kern oft einen Tick eckiger in der Tiefe, während der Super Nova mit dem Ignition Kern eine etwas rundere, kontinuierlichere Bewegung durch die Pins zeigt. Gegenüber dem Roto Grip Gem, der extrem früh rollt und sehr vorwärtsgerichtet agiert, behält der Super Nova etwas mehr Energie für eine seitliche Bewegung in der Gasse, fühlt sich aber auf ähnlich hohen Ölvolumen wohl.
Praktische Anwendung
Der Storm Super Nova ist ein klassischer "Tank" für schweres Öl. Er ist die erste Wahl auf frisch gepflegten Bahnen mit hohem Ölvolumen, wo andere Bälle noch rutschen und den Breakpoint verpassen. Seine raue Oberfläche verzahnt sich sofort mit der Bahn, was ihn extrem stabil und vorhersehbar macht. Er eignet sich hervorragend für Spieler mit hoher Ballgeschwindigkeit, die einen Ball brauchen, der zuverlässig bremst, oder für drehfreudige Spieler, die auf einer "Ölflut" spielen müssen. Auf trockeneren Bahnen oder in der späteren Transition ist er jedoch fehl am Platz, da er dann zu früh Energie verbrennt und "tot" am Pin-Deck ankommt. Er ist das Werkzeug, um die Leisten zu kontrollieren und die Gasse zu öffnen, bevor man auf schwächeres Material wie den Nova oder Phaze II wechselt.