Erste Eindrücke
Der Track Stealth Mode Hybrid erscheint im Februar 2026 als jüngste Erweiterung der erfolgreichen Stealth-Produktlinie von Track Bowling. Optisch präsentiert sich der Ball in einer auffälligen Farbkombination aus Schwarz, Cadet Grey und Gold – ein deutlich eigenständigerer Look als der dezente Navy Blue/Raven des Track Stealth Mode. Die HK22C-Technologie sorgt dabei für eine bemerkenswerte Farbtiefe und Transluzenz der Oberfläche, die dem Ball eine hochwertige Erscheinung verleiht. Technisch setzt der Stealth Mode Hybrid auf den bewährten symmetrischen Stealth-Kern, der sich seit seiner Einführung als einer der vielseitigsten Kerne im Track-Portfolio etabliert hat. Mit einem RG-Wert von 2,482 (15 lbs) und einem hohen Differential von 0,056 (15 lbs) handelt es sich um einen niedrig-RG/hoch-Differential-Kern, der ein frühes Revving und hohes Flare-Potenzial erzeugen soll. Ein intermediäres Differential liegt konstruktionsbedingt bei einem symmetrischen Kern nicht vor. Die Oberfläche besteht aus dem HK22C Super Response Hybrid Cover – einem Hybrid-Reactive-Coverstock auf Basis der HyperKinetic-22-Technologie mit sogenannter Nano-Micellular-Phase-Separation-Technologie. Die Werks-Finish-Kombination aus 500, 1000 und 1500 Siaair mit abschließendem Factory Compound ergibt eine glänzende Oberfläche, die dem Ball kontrollierte Länge in der Front ermöglichen soll, bevor die Hybrid-Oberfläche auf Friction reagiert. Ergänzt wird das Paket durch DynamiCore-Technologie im Außenkern, die für erhöhte Haltbarkeit und verbesserte Pin-Carry-Eigenschaften sorgen soll. Track ordnet den Ball im Upper-Mid-Performance-Segment ein und empfiehlt ihn für mittlere bis leicht öligere Bahnbedingungen.
Vergleichsanalyse
Innerhalb der Stealth-Linie positioniert sich der Stealth Mode Hybrid als etwas sauberere und schärfere Variante des Stealth Mode, der mit seinem QR-10 Solid Cover als klassischer Benchmark-Ball fungiert. Während der Stealth Mode ab Werk eine mattere Oberfläche (500/1500 Siaair Micro Pad) mitbringt und dadurch früher liest, dürfte der Stealth Mode Hybrid dank des glänzenden Hybrid-Covers mehr Länge durch die Front generieren und am Backend etwas eckiger reagieren. Für Spieler, denen der Stealth Mode in Transition-Phasen zu früh und zu gleichmäßig wird, könnte der Stealth Mode Hybrid die passende Ergänzung im Arsenal darstellen – ähnliche Kontrolle, aber mit etwas mehr Reserveenergie am Ende der Bahn. Vom älteren Track Stealth Hybrid (2024) unterscheidet sich der Stealth Mode Hybrid durch die Verwendung des neueren HK22C Super Response Hybrid Covers anstelle des Prime Response Hybrid (HK22). Diese Cover-Weiterentwicklung soll eine etwas stärkere Midlane-Lesung und kräftigere Backend-Reaktion liefern. Im Vergleich zum asymmetrischen Criterion Hybrid, der ebenfalls das Super Response Hybrid Cover nutzt, aber den stärkeren Criterion M.D.-Kern verbaut, dürfte der Stealth Mode Hybrid kontrollierter und vorhersehbarer ausfallen – ein Punkt, an dem die symmetrische Kern-Architektur ihren Vorteil ausspielen kann. In der breiteren Marktlandschaft lässt sich der Stealth Mode Hybrid im Segment starker symmetrischer Bälle einordnen, wo er mit Modellen wie dem Motiv Raptor oder dem Hammerhead Pearl konkurrieren könnte. Es wird zudem eine gewisse Ähnlichkeit zu einem etwas cleaneren Brunswick Troublemaker Solid angedeutet – früher Übergang ins Rollen, aber dank der glänzenden Oberfläche mit genügend Restenergie für die Pins.
Praktische Anwendung
Der Track Stealth Mode Hybrid positioniert sich als vielseitiger Ball für mittlere bis leicht öligere Bahnbedingungen und zielt auf das Segment zwischen reinem Benchmark-Ball und stärkerem Mid-Performance-Equipment. Das hohe Flare-Potenzial in Kombination mit dem niedrigen RG-Wert sorgt dafür, dass der Ball relativ früh ins Rollen kommt und eine starke, gleichmäßige Bogenbewegung durch die Midlane zeigen sollte. Das Hybrid-Cover mit der polierten Werks-Oberfläche ermöglicht dabei ausreichend Länge, um die Front sauber zu passieren, bevor der Ball auf trockenere Zonen reagiert. Besonders geeignet dürfte der Ball für Spieler sein, die einen kontrollierbaren, aber durchsetzungsstarken symmetrischen Ball suchen. Spieler mit moderaten bis höheren Umdrehungsraten sollten eine gute Midlane-Lesung und ein kontrolliertes, aber entschlossenes Backend-Finish erwarten können. Für Speed-dominante Spieler mit weniger Revs könnte der Ball etwas mehr Anstellung und Handarbeit erfordern, um seine volle Backend-Reaktion zu entfalten. Die Kombination aus kontrollierbarer Länge und kräftigem Backend-Move macht den Stealth Mode Hybrid zu einem potenziell starken Transition-Ball – also einem Ball, der dann ins Spiel kommt, wenn das ursprüngliche Ölbild beginnt aufzubrechen und der erste Ball im Arsenal zu früh oder zu stark reagiert. Durch die polierte Oberfläche bietet sich zusätzlich Spielraum für Anpassungen: Ein leichtes Anschleifen mit einem Pad dürfte die Ölaufnahme erhöhen und den Ball für schwerere Bedingungen nutzbar machen, während die Werks-Oberfläche für typische House-Shots und mittlere Sportmuster gut geeignet sein sollte. In der Tasche eines ambitionierten Ligaspielers oder Turnierbowlers könnte der Stealth Mode Hybrid die Rolle des zuverlässigen Zweitballs einnehmen – bereit, den Stealth Mode Solid abzulösen, sobald die Bahn trockener wird und mehr Länge gefragt ist.