Erste Eindrücke
Der Columbia 300 Saber, veröffentlicht im August 2017, markierte die Rückkehr asymmetrischer Kerne in die beliebte Orange Line der Marke. Optisch präsentiert sich der Ball in einer soliden Kombination aus Blue und Black. Im Inneren arbeitet der damals neu eingeführte New-Dynamix Core. Dieser asymmetrische Kern liefert bei 15 Pfund einen RG-Wert von 2.50, ein hohes Differential von 0.054 und ein Intermediate Differential von 0.016. Diese Werte versprechen eine zügige Rotation und ein starkes Flare-Potenzial. Umhüllt wird diese Technik vom Reflex Solid Reactive Coverstock, der bereits beim Impulse Solid erfolgreich war, hier aber durch den stärkeren Kern neu belebt wird. Die Oberfläche kommt mit einem griffigen 500/2000 Abralon-Finish aus der Box. Diese raue Textur ist darauf ausgelegt, eine dominante Traktion im mittleren Bahnbereich (Mid-Lane) zu erzeugen, ohne dabei die Energie für den Einschlag zu verlieren.
Vergleichsanalyse
In der Vergleichsanalyse zeigt sich der Columbia 300 Saber als eine kontrollierbare, aber kraftvolle Waffe für viel Öl. Im Vergleich zum Storm Sure Lock, der etwa zur gleichen Zeit als absolutes Schweröl-Monster galt, agiert der Saber etwas sauberer durch die Front und bietet eine etwas stärkere Bewegung im Backend, während der Sure Lock noch früher greift und die Bewegung glättet. Verglichen mit dem hauseigenen Columbia 300 Impulse Solid, der denselben Coverstock verwendet, erzeugt der Saber durch seinen asymmetrischen Kern deutlich mehr Gesamtbewegung und eine definiertere Richtungsänderung am Breakpoint. Während der Impulse Solid eher rund und fließend läuft, bietet der Saber mehr "Biss" und erholt sich besser, wenn der Ball etwas weiter nach außen gespielt wird. Gegenüber einem Hammer Black Widow Gold (Pearl) ist der Saber das ideale Gegenstück für frisches Öl, da er wesentlich früher liest und nicht über den Breakpoint rutscht.
Praktische Anwendung
Der ideale Einsatzbereich für den Columbia 300 Saber sind mittlere bis schwere Ölmuster, insbesondere auf "Fresh" (frisch geölten Bahnen). Er ist darauf spezialisiert, die Bahn zu ebnen und dem Spieler Sicherheit zu geben, wenn die Oberfläche noch rutschig ist. Durch die starke Mid-Lane-Lesefertingkeit eignet er sich hervorragend für Spieler, die eine verlässliche Traktion benötigen, um den Breakpoint nicht zu verpassen. Stroker und Tweener profitieren von der kontinuierlichen Bewegung, die auch bei missglückten Würfen oft noch den Weg zur Gasse findet. Spieler mit hoher Rev-Rate können den Saber nutzen, um tief im Öl zu spielen, da das Cover stark genug ist, um im Öl zu haften, aber der Kern genug Dynamik besitzt, um die Ecken satt auszuräumen. Sobald die Bahnfronten aufbrechen und trocken werden, sollte jedoch auf einen glänzenderen Ball gewechselt werden, da der Saber dann zu früh Energie verbrennen könnte.