Erste Eindrücke
Der Storm Revenant sticht sofort durch seine glänzende, amethyst- und schwarzfarbene Oberfläche ins Auge, die ihm eine mystische und hochwertige Anmutung verleiht. Wie bei Storm üblich, verströmt der Ball einen eigenständigen Duft, hier "Bear Claw". Im Inneren arbeitet der symmetrische Vector-Kern, der bei 15 lbs ein RG von 2.54 und ein Differential von 0.050 aufweist. Diese Werte versprechen eine kraftvolle Rotation im Mittelfeld. Kombiniert wird dieser dynamische Kern mit dem bewährten R3S Pearl Reactive Coverstock. Ab Werk ist die Oberfläche mit dem Reacta Gloss Finish poliert, was für eine spiegelglatte Optik sorgt. Diese Politur signalisiert eindeutig, dass der Ball darauf ausgelegt ist, mühelos durch die Front zu gleiten und Reibung im vorderen Teil der Bahn zu ignorieren.
Vergleichsanalyse
Der Storm Revenant wurde als direkter Ersatz für den Storm Spectre eingeführt und verhält sich nahezu identisch. Im Vergleich zum legendären Storm Hy-Road bietet der Revenant durch sein etwas niedrigeres RG und das höhere Differential eine stärkere Kern-Dynamik. Das bedeutet, er liest die Bahn etwas früher als der Hy-Road, bietet aber dennoch mehr Backend-Bewegung als dieser. Gegenüber stärkeren asymmetrischen Bällen wie dem Storm Absolute reagiert der Revenant runder und kontrollierbarer am Ende des Musters. Er ordnet sich perfekt zwischen der sauberen Länge eines Hy-Road Pearl und der aggressiveren Natur eines Storm Phaze V ein. Man könnte ihn als eine moderne, etwas stärkere Weiterentwicklung des Konzepts betrachten, das auch Bälle wie den Storm Trend populär gemacht hat.
Praktische Anwendung
Dieser Ball glänzt vor allem auf mittleren Ölmustern und ist eine exzellente Wahl, wenn die Bahn "Transition" zeigt. Wenn stärkere Solid-Bälle beginnen, zu früh zu haken oder Energie zu verlieren, ist der Revenant der ideale Wechselball. Seine Stärke liegt darin, Länge zu generieren, ohne am Breakpoint unberechenbar zu werden. Er erlaubt es Spielern, tiefer in die Mitte der Bahn zu rücken und die Leisten zu öffnen, da der R3S Pearl Coverstock genug Energie speichert, um im Backend kraftvoll zur Gasse zurückzukommen. Er ist weniger geeignet für extrem schweres Öl oder sehr lange Sportmuster, wo er eventuell über das Öl rutschen könnte ("Skid"), bietet aber auf typischen Haus-Ölbildern (House Shots) eine hervorragende Mischung aus Länge und sicherem Carry.