Erste Eindrücke
Der Radical Quick Fix erschien im Juli 2017 als technologisch hochentwickelte Ergänzung im High-Performance-Sektor. Optisch präsentiert sich der Ball in einer Kombination aus Black, Blue und Silver Solid/Pearl. Das Alleinstellungsmerkmal dieses Balls ist der patentierte Shapeshifter Core. Dieser Kern bietet eine einzigartige Vielseitigkeit: Er ist so konstruiert, dass er durch spezifische Bohrlayouts entweder seine ursprüngliche symmetrische Eigenschaft behält oder in einen asymmetrischen Kern mit signifikantem Mass Bias (Intermediate Differential) verwandelt werden kann. In der Grundkonfiguration liefert er bei 15 Pfund einen RG-Wert von 2.511 und ein hohes Differential von 0.054. Umhüllt wird diese Technik vom KJ-74 Hybrid Reactive Coverstock. Die Oberfläche wird ab Werk mit 500 und 1500 Siaair Micro Pads bearbeitet, was eine matte, griffige Textur erzeugt, die für Traktion sorgen soll, ohne die Energie zu früh zu verbrauchen.
Vergleichsanalyse
Im Vergleich zum ursprünglichen Radical The Fix, der eine Solid-Schale besaß, zeigt der Quick Fix eine deutlich schnellere Reaktionszeit auf Friction am Ende des Ölmusters. Während das Original extrem früh rollte und eine sehr runde Bewegung beschrieb, nutzt der Quick Fix die Hybrid-Komponente, um mehr Länge durch die Front zu generieren und am Breakpoint definierter abzubiegen. Verglichen mit dem Radical More Cash, einem absoluten Schweröl-Spezialisten, agiert der Quick Fix vielseitiger und deckt ein breiteres Spektrum an Bedingungen ab, da er nicht sofort im Öl ankerte. Je nach Bohrung kann der Quick Fix im Vergleich zu einem Storm Phaze II entweder ähnlich kontrolliert und bogenförmig laufen (symmetrisches Layout) oder, bei asymmetrischem Layout, eine Eckenfreudigkeit entwickeln, die eher mit einem Hammer Black Widow vergleichbar ist.
Praktische Anwendung
Der ideale Einsatzbereich für den Radical Quick Fix sind mittlere bis schwere Ölmuster. Durch die einzigartige Kerntechnologie ist er für fast jeden Spielertyp anpassbar. Ein Spieler, der Kontrolle sucht, wählt das symmetrische Layout, um die Bahnfronten ruhig zu passieren und einen sanften Bogen in die Gasse zu spielen. Ein Spieler, der mehr Hook und einen schärferen Eintrittswinkel benötigt, kann durch das asymmetrische Layout das Intermediate Differential aktivieren und so den Ball aggressiver machen. Die matte Hybrid-Oberfläche sorgt dabei stets für genügend Halt im Öl, um nicht durchzurutschen. Er eignet sich hervorragend als erster Ball aus der Tasche, um die Bahn zu lesen, und bietet durch die Hybrid-Schale genug Reserven, um auch bei beginnender Transition noch effektiv den Carry zu sichern.