Erste Eindrücke
Der Storm !Q Tour Supreme wurde im Juli 2017 als spezieller internationaler Release auf den Markt gebracht und erweitert die legendäre !Q-Serie um eine weitere Pearl-Option. Technisch setzt der Ball auf die bewährte Kombination, die diese Linie berühmt gemacht hat: Im Kern arbeitet der symmetrische C3 Centripetal Control Core. Dieser liefert bei einem Gewicht von 15 Pfund einen niedrigen RG-Wert von 2.49 und ein niedriges Differential von 0.029. Diese Werte stehen für eine sehr kontrollierte, früh einsetzende Rotation bei gleichzeitig moderatem Flare-Potenzial. Umhüllt wird der Kern vom R2S Pearl Reactive Coverstock, der wohl bekanntesten Schalenmischung aus dem Hause Storm für sauberes Gleiten. Die Oberfläche ist werkseitig mit einem 1500-grit Polished Finish versehen. Diese Hochglanzpolitur sorgt dafür, dass der Ball die Front der Bahn mühelos passiert und erst spät auf die Reibung reagiert, um dort eine sanfte, aber bestimmte Bewegung zur Gasse einzuleiten.
Vergleichsanalyse
In der Vergleichsanalyse zeigt der Storm !Q Tour Supreme die klassischen Tugenden eines symmetrischen Pearl-Balls mit niedrigem Differential. Im direkten Vergleich zum originalen Storm !Q Tour (Solid) bietet der Supreme wesentlich mehr Länge durch die Köpfe und eine schnellere Reaktion auf Friction am Backend, bleibt dabei aber genauso kontrollierbar und vermeidet überzogene "Skid-Flip"-Bewegungen. Verglichen mit dem Storm Hy-Road, der ebenfalls die R2S-Schale nutzt, rollt der !Q Tour Supreme aufgrund seines niedrigeren RG-Wertes (2.49 vs. 2.57) deutlich früher und stabiler an, während der Hy-Road länger rutscht und im Backend oft eckiger wirkt. Gegenüber stärkeren asymmetrischen Pearl-Bällen wie dem Storm Code Red agiert der Supreme deutlich runder und weniger aggressiv im Richtungswechsel, was ihn berechenbarer macht, wenn die Bahnverhältnisse schwieriger werden.
Praktische Anwendung
Der ideale Einsatzbereich des Storm !Q Tour Supreme liegt auf mittleren bis trockeneren Ölbedingungen oder wenn die Bahnfronten bereits angespielt sind (Transition). Er ist die perfekte Wahl, wenn Benchmark-Bälle mit Solid-Oberfläche beginnen, zu früh Energie zu verlieren oder zu träge zu reagieren. Dank der R2S Pearl Schale speichert der Ball seine Energie bis zum Ende des Ölmusters und nutzt das niedrige Differential des C3-Kerns, um einen kontrollierten Bogen in die Gasse zu schlagen, anstatt unvorhersehbar wegzuspringen. Für Turnierspieler ist er ein unverzichtbares Werkzeug, um die "Pocket" zu kontrollieren, wenn das Ölfeld unruhig wird. Er verzeiht Fehler in der Ballgeschwindigkeit und bietet trotz der polierten Oberfläche genügend Mid-Lane-Read, um nicht durch den Breakpoint zu rutschen. Spieler mit höherer Rev-Rate schätzen ihn besonders, um die Bahn offen zu halten, ohne Angst vor einer Überreaktion haben zu müssen.