Erste Eindrücke
Der Storm !Q Tour Ruby ist eine langersehnte Ergänzung der legendären !Q-Serie und bringt die Spezifikationen des berühmten !Q Tour Pearl (Gold) in einem eleganten rubinroten Gewand zurück. Im Herzen des Balls arbeitet der bewährte symmetrische C³ Centripetal Control Kern, der mit einem niedrigen RG von 2.49 und einem sehr niedrigen Differential von 0.029 (bei 15 lbs) für maximale Kontrolle steht. Kombiniert wird dieser Kern mit der R2S Pearl Reactive Oberfläche, die seit Jahren als Goldstandard für sauberes Gleiten durch die Front gilt. Ab Werk ist der Ball mit dem Reacta Gloss Finish versehen. Diese Zusammenstellung aus einem extrem stabilen Kern mit niedrigem Flare-Potenzial und einer bewährten Pearl-Schale erzeugt einen Ball, der mühelos Länge generiert, ohne am Breakpoint unvorhersehbar oder übermäßig aggressiv zu reagieren.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum klassischen **Storm !Q Tour Edition** (blauer Solid) bietet der Ruby deutlich mehr Länge durch die Front. Während der Solid-!Q früh liest und eine sehr glatte, bogenförmige Bewegung macht, gleitet der Ruby weiter, behält aber die charakteristische Kontrollierbarkeit der Serie bei; er ist "cleaner", aber nicht "snappy". Vergleicht man ihn mit dem **Storm Phaze V**, so wirkt der !Q Tour Ruby ruhiger. Der Phaze V besitzt einen stärkeren Kern und reagiert deutlich schärfer auf Friction, während der Ruby den Übergang sanfter gestaltet. Gegenüber einem **900 Global Zen Gold Label** ist der Ruby weniger aggressiv im Backend. Der Zen generiert mehr Winkel und deckt mehr Leisten ab, wohingegen der !Q Tour Ruby darauf spezialisiert ist, die Gasse zu halten und Überreaktionen auf schwierigen Bahnen zu minimieren.
Praktische Anwendung
Der !Q Tour Ruby ist das ultimative Werkzeug für trockene bis mittlere Ölbedingungen und abgespielte Bahnen. Er glänzt besonders dann, wenn die Front bereits stark "verbrannt" ist und stärkere Bälle zu früh Energie verlieren. Dank des niedrigen Differentials verhindert er ein zu starkes Aufbäumen des Balls am Ende des Musters ("Over-Hooking"). Er ist ideal für Spieler, die die Kontrolle über den Breakpoint behalten wollen, ohne auf Hook im Backend komplett zu verzichten. Er dient hervorragend als "Ball Down", wenn man von einem starken Benchmark-Ball wie dem Phaze II kommt und die Bahn beginnt, unruhig zu werden. Er liefert keine extremen Winkel, sondern verlässlichen Carry durch Präzision und Energieerhalt.