Erste Eindrücke
Der im September 2018 veröffentlichte Storm !Q Tour GT ist ein spezieller Release (oft als internationale Version geführt), der technisch die Rückkehr einer der beliebtesten Kombinationen der Storm-Geschichte markiert. Er vereint den legendären C3 Centripetal Control Kern mit der bewährten R2S Pearl Reactive Oberfläche. Die technischen Daten des Kerns sind unverwechselbar: Ein sehr niedriges RG von 2.49 und ein niedriges Differential von 0.029 (bei 15 lbs) sorgen für eine extrem kontrollierte und stabile Rotation. Das werksseitige Finish von 1500 Grit Polished lässt den Ball sauber durch die Front gleiten, doch anders als viele Pearl-Bälle erzeugt der !Q Tour GT keine aggressive "Skid-Flip"-Reaktion. Stattdessen nutzt er das niedrige Differential, um Überreaktionen am Breakpoint zu minimieren und eine glatte, berechenbare Bewegung zur Gasse zu bieten.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum klassischen Storm !Q Tour (Solid) zeigt der GT deutlich mehr Länge und speichert seine Energie besser für das Backend. Während der Solid-Bruder die Bahn früh liest und eine sehr runde Kurve beschreibt, kommt der GT mühelos über die Köpfe hinweg, bietet aber dank des identischen Kerns („Low Diff“) die gleiche Sicherheit im Breakpoint-Bereich. Zieht man den Storm Hy-Road zum Vergleich heran, so agiert der !Q Tour GT in der Midlane früher und stabiler. Der Hy-Road (RG 2.57) rutscht länger und reagiert am Ende oft schärfer. Der GT sitzt genau in der Lücke: Er ist sauberer als ein Solid, aber kontrollierter als typische High-Performance-Pearls wie der Storm SoniQ oder AstroPhysix, die deutlich heftiger auf Friction reagieren.
Praktische Anwendung
Der Storm !Q Tour GT ist der ultimative "Kontroll-Pearl" für mittlere Ölbedingungen. Er ist die perfekte Wahl, wenn die Bahn beginnt, sich zu verändern ("Transition") und die Köpfe trocken werden. In Situationen, in denen stärkere Bälle zu früh Energie verbrennen ("ausrollen") und das Carry leidet, bringt der GT die Lösung: Er passiert die trockene Front problemlos, vermeidet aber das unvorhersehbare Wegspringen am Ende des Musters, das viele andere glänzende Bälle zeigen. Er erlaubt es dem Spieler, die Linie etwas zu öffnen, ohne Angst vor einem "Over/Under"-Effekt haben zu müssen. Für Turnierspieler ist er oft der "Rettungsanker" auf heiklen Bahnen, da er den Pocket-Eintrittswinkel klein, aber extrem konstant hält.