Erste Eindrücke
Der Storm Pure Physix, veröffentlicht im März 2022 als begehrtes "Overseas Release", bringt eine spannende Variante in die erfolgreiche PhysiX-Linie. Optisch präsentiert er sich meist in einem tiefen Blau, das die polierte Oberfläche edel zur Geltung bringt. Technisch kombiniert dieser Ball zwei der erfolgreichsten Komponenten aus dem Storm-Regal: Den bewährten Atomic Core, der mit einem RG von 2.48 und einem Differential von 0.053 (bei 15 lbs) für massives Drehmoment sorgt, und den ReX Pearl Reactive Coverstock (Reactor Extreme). Im Gegensatz zum später erschienenen Infinite PhysiX (der mattiert war), kommt der Pure Physix ab Werk mit einem 1500-grit Polished Finish. Diese Kombination aus starkem asymmetrischem Kern und einer griffigen, aber polierten Pearl-Schale verspricht eine Reaktion, die Länge mit Durchsetzungsvermögen vereint.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich ist der Pure Physix der "saubere" Bruder des Storm Infinite PhysiX. Während der Infinite durch seine 4000er-Oberfläche früher liest und runder wirkt, gleitet der Pure Physix mühelos durch die Heads und speichert mehr Energie für den Breakpoint. Vergleicht man ihn mit dem legendären Storm AstroPhysiX (R2S Pearl), bietet der Pure Physix durch die ReX-Schale deutlich mehr Traktion im Öl und reagiert nicht ganz so extrem empfindlich auf "Carrydown". Er liegt leistungstechnisch nah am Storm Dark Code, wirkt aber durch den Atomic Core oft etwas stabiler und kontinuierlicher in der Bewegung als der manchmal sehr zackige Dark Code. Er ist aggressiver im Backend als ein Proton Physix, der für puren Halt im Öl gebaut ist.
Praktische Anwendung
Der Pure Physix ist eine hervorragende Wahl für mittlere Ölverhältnisse und die Phase der "Transition". Wenn die Bahnköpfe (Heads) anfangen auszutrocknen und man gezwungen ist, weiter nach links zu rücken, spielt dieser Ball seine Stärken aus. Dank der Politur kommt er sauber durch den vorderen Teil der Bahn, während die ReX-Schale stark genug ist, um im Midlane-Bereich nicht durchzurutschen. Er generiert einen steilen Eintrittswinkel in die Gasse und ist perfekt geeignet, um die Bahn zu öffnen, wenn Benchmark-Bälle zu früh rollen. Er bietet genug Kontrolle, um nicht unvorhersehbar zu sein, aber genug "Pop", um auch bei tieferen Winkeln die Eckpins zuverlässig zu kicken.