Erste Eindrücke
Der im November 2025 veröffentlichte Pyramid Prime Solid markiert einen aggressiven Neuzugang im High-Performance-Segment der Marke. Optisch ist dieser Ball kaum zu übersehen: Er präsentiert sich in einem extrem leuchtenden "Neon Orange", das auf der Bahn sofort ins Auge sticht. Technisch ist er ein echtes Kraftpaket für schweres Öl. Im Inneren arbeitet der neu entwickelte "Fractal Torus Asymmetric"-Kern, ein Dual-Density-Design, das für schnelles Hochdrehen und massive Energieübertragung sorgt. Ummantelt wird dieser Motor von der "GPS Navigational ATX-XX Solid" Schale. Diese Oberfläche kommt ab Werk mit einem rauen 2000-Grit Abralon-Finish, was dem Ball erlaubt, sich förmlich in den Ölfilm zu krallen. Die Kombination aus asymmetrischem Kern und griffiger Solid-Schale signalisiert sofort: Dieser Ball will früh lesen und nicht rutschen.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum Pyramid Fortress Endgame, der eine ähnliche Coverstock-Technologie nutzte, wirkt der Prime Solid noch etwas entschlossener im Midlane-Bereich. Während der Fortress Endgame oft als "Tank" für schweres Öl galt, bietet der Prime Solid durch den neuen Fractal-Torus-Kern eine etwas schnellere Reaktion auf Reibung, ohne dabei die typische Kontrolle eines Solids zu verlieren. Vergleicht man ihn mit einem Marktführer wie dem Storm Phaze II (obwohl dieser symmetrisch ist), so agiert der Prime Solid wesentlich früher und stärker im Gesamt-Hook. Ein passenderer Vergleich wäre der Hammer Black Widow 3.0: Beide nutzen asymmetrische Kerne und aggressive Solid-Schalen, um auf viel Öl Dominanz zu zeigen, wobei der Prime Solid oft eine etwas rundere, kontinuierlichere Bewegung im Backend zeigt als der scharfe "Kick" der Widow-Serie.
Praktische Anwendung
Der Pyramid Prime Solid ist ein absoluter Spezialist für "Fresh Oil" und Medium-Heavy bis Heavy Konditionen. Er ist die erste Wahl, wenn der Ligabetrieb beginnt und die Bahnen noch in Öl schwimmen. Seine raue Oberfläche verhindert das gefürchtete Überrutschen (Squirt) am Breakpoint und garantiert, dass der Ball die Leisten zuverlässig liest. Er eignet sich hervorragend für Spieler, die mehr Traktion benötigen, um den Ball zum Haken zu bringen, oder für "Speed-Dominante" Spieler, deren Bälle sonst oft zu weit rutschen. Wenn die Bahnen im Laufe des Abends austrocknen ("Transition"), sollte man ihn jedoch wieder in die Tasche stecken, da er dann dazu neigt, zu früh Energie zu verbrennen und flach in die Pins zu laufen.