Erste Eindrücke
Der Motiv Pride Empire sticht sofort durch seine elegante Emerald Pearl Färbung hervor, die auf der Bahn wie ein Juwel wirkt. Technisch stellt dieser Ball einen Wendepunkt für Motiv dar, da er den bewährten asymmetrischen Dominion Kern mit dem damals neu entwickelten Propulsion Pearl Reactive Coverstock kombiniert. Der Kern weist bei 15 lbs ein RG von 2.50, ein Differential von 0.042 und ein moderates Intermediate Differential von 0.010 auf. Diese Spezifikationen klassifizieren ihn als asymmetrisch, jedoch mit einer kontrollierten Unwucht, die nicht so extrem ausfällt wie bei der Jackal-Serie. Das Werksfinish ist 5000 Grit LSP (Laser Scan Polished), was eine spiegelglatte Oberfläche erzeugt. Dies signalisiert eindeutig den Fokus auf Länge durch die Front und eine schnelle Reaktion am Ende des Ölmusters.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum originalen Motiv Pride (Solid) zeigt der Empire ein völlig anderes Gesicht. Während der Ur-Pride als Benchmark-Ball konzipiert war, der früh las und kontrolliert rollte, ist der Empire auf Geschwindigkeit und Winkel ausgelegt. Er geht wesentlich länger durch die Front und reagiert am Breakpoint deutlich schärfer und schneller. Vergleicht man ihn mit dem Motiv Mythic Jackal, so agiert der Empire eine Stufe darunter: Er ist sauberer in den Köpfen und weniger dominant im Öl, bietet aber oft eine schnellere Antwort auf Friction. Ein guter marktübergreifender Vergleich ist der Storm Phaze V oder der 900 Global Wolverine: Der Pride Empire bietet ähnliche Länge, nutzt aber seinen asymmetrischen Kern, um im Treffmoment etwas mehr Durchschlagskraft zu erzeugen als typische symmetrische Pearls dieser Klasse.
Praktische Anwendung
Der Motiv Pride Empire ist spezialisiert auf mittlere Ölbedingungen und glänzt besonders, wenn die Bahnen "aufbrechen" (Transition). Dank der Propulsion-Schale gleitet er mühelos über die Front, ohne Energie zu verlieren. Seine Stärke liegt in der Fähigkeit, extreme Winkel zu spielen: Wenn man gezwungen ist, tief nach links zu rücken und den Ball weit nach rechts an die Leisten zu werfen, bringt der Empire die nötige Energie zurück, um "um die Ecke" zu kommen. Er erzeugt viel Skid und einen definierten Flip am Backend. Für frisches, schweres Öl ist er meist zu rutschig, aber als zweiter oder dritter Ball im Turnierverlauf, wenn die Köpfe trocken sind, ist er hervorragend geeignet, um den Carry zu maximieren und die Gasse zu öffnen.