Erste Eindrücke
Der Ebonite Polaris Hybrid zieht mit seiner Farbkombination aus Teal, Navy und Orange sofort die Blicke auf sich. Im Inneren arbeitet der technisch ausgefeilte Polaris-Kern, der ein charakteristisches Merkmal besitzt: einen speziellen Körper am unteren Ende, der das RG senkt und für Stabilität sorgt. Bei 15 lbs liefert dieser asymmetrische Kern ein RG von 2.479, ein Differential von 0.048 und ein Intermediate Differential von 0.018. Diese Zahlen deuten auf einen starken Motor hin, der früh anlaufen möchte. Das Cover ist der GSV-3 Hybrid Reactive Coverstock. Anders als der originale Solid-Ball wird der Hybrid jedoch mit einem Finish aus 500, 1000, 1500 Siaair und Crown Factory Compound ausgeliefert. Diese glänzende Oberfläche sorgt dafür, dass der Ball deutlich sauberer durch die Front gleitet und seine Energie für eine explosivere Bewegung am Ende des Musters aufspart.
Vergleichsanalyse
Der logische Vergleich ist der originale Ebonite Polaris Solid. Während der Solid mit seiner rauen Oberfläche ein "Schneereifen" für schweres Öl war, der die Bahn sehr früh las und eine glatte Kurve beschrieb, agiert der Hybrid spritziger. Er kommt mühelos durch die Köpfe und reagiert am Breakpoint deutlich schärfer und eckiger als sein Vorgänger. Vergleicht man ihn mit dem Track Paragon Hybrid, so wirkt der Polaris Hybrid oft etwas runder und kontrollierbarer in der Midlane, während der Paragon dazu neigt, am Backend noch aggressiver zu schnappen. Gegenüber einem Storm Nova zeigt der Polaris Hybrid eine etwas frühere Kern-Reaktion, behält aber dank der Compound-Oberfläche genügend Länge, um nicht auszubrennen.
Praktische Anwendung
Der Ebonite Polaris Hybrid ist ideal für mittlere bis schwerere Ölmuster, besonders wenn die Bahn bereits eine gewisse Transition durchlaufen hat. Er ist der perfekte "Step-Down"-Ball, wenn man mit einem matten Solid (wie dem Polaris Solid oder Aero) begonnen hat und dieser anfängt, zu früh zu haken oder an Carry zu verlieren. Durch die Politur kommt er über die bereits trockenen Bereiche der Front hinweg, ohne Energie zu verschwenden, während der starke asymmetrische Kern sicherstellt, dass er im Öl der Midlane nicht rutscht. Er erlaubt es Spielern, die Winkel zu öffnen und von innen nach außen zu spielen, wobei er am Backend genug Kraft entwickelt, um die Pins auch bei flacheren Eintrittswinkeln gut zu mischen.