Erste Eindrücke
Der DV8 Pitbull Bite wurde im Februar 2018 als das neue Flaggschiff für extreme Ölbedingungen in das Sortiment aufgenommen und präsentiert sich in einer auffälligen Farbkombination aus Schwarz, Gelb und Neon-Grün. Er nutzt den bewährten Pitbull Low RG Asymmetric Kern, der mit einem RG von 2,486 und einem hohen Differential von 0,055 bei 15 Pfund auf maximale Rotation und Flare ausgelegt ist. Die entscheidende technische Neuerung ist die Composite Fang Solid Oberfläche, die speziell entwickelt wurde, um sich förmlich mit der Bahn zu verzahnen. Diese Materialmischung ist deutlich aggressiver als bisherige Versionen und wird mit einem matten Werksfinish von 500/1500 Siaair ausgeliefert. Der Ball ist darauf ausgelegt, selbst auf den dicksten Ölfilmen sofort Traktion zu finden und eine massive Spur im Öl zu hinterlassen.
Vergleichsanalyse
Im Vergleich zum originalen DV8 Pitbull bietet der Pitbull Bite eine etwas längere Gleitphase durch die Front, reagiert aber in der Midlane deutlich kraftvoller und zeigt eine stärkere Fortsetzung im Backend. Während der ursprüngliche Pitbull dazu neigte, seine Energie sehr früh zu verbrauchen, soll der Pitbull Bite diese Energie besser speichern, um einen heftigeren Einschlag in die Gasse zu ermöglichen. Vergleicht man ihn mit dem Storm Phaze II, wird der Unterschied zwischen einem symmetrischen Benchmark-Ball und einem asymmetrischen Heavy-Oil-Monster deutlich: Der Pitbull Bite liest die Bahn viel früher und deckt insgesamt deutlich mehr Leisten ab als der Phaze II. Gegenüber dem DV8 Pitbull Growl bietet der Bite eine kontrolliertere, aber dennoch stärkere Gesamtbewegung, da das Composite Fang Cover für mehr Reibung in der Mitte der Bahn sorgt. Im Vergleich zu Mid-Performance-Bällen wie dem DV8 Turmoil Solid zeigt der Pitbull Bite seine Überlegenheit vor allem bei hohem Ölvolumen, wo der Turmoil oft an seine Grenzen stößt und den Breakpoint verpasst.
Praktische Anwendung
Der DV8 Pitbull Bite ist die ultimative Lösung für sehr schwere Ölbedingungen und lange Öl-Pattern, auf denen andere Bälle lediglich wegrutschen würden. Durch seine enorme Griffigkeit soll er für Stabilität und Vertrauen sorgen, wenn die Bahnverhältnisse maximale Traktion erfordern. Er ist besonders für Spieler mit hoher Ballgeschwindigkeit oder geringerer Revisionsrate geeignet, da der asymmetrische Kern dabei hilft, die notwendige Ballbewegung frühzeitig einzuleiten. Auf typischen Haus-Systemen (THS) ist er meist "zu viel Ball", es sei denn, man spielt auf einer sehr frischen Ölung direkt zu Beginn einer Session. Sobald die Transition einsetzt und das Öl in der Front abgetragen wird, sollte der Wechsel auf einen schwächeren Ball erfolgen, um ein zu frühes Einbiegen zu vermeiden. In seinem idealen Einsatzgebiet ermöglicht er jedoch aggressive Winkel und einen außergewöhnlichen Carry, da er die Pins mit einer beeindruckenden Wucht trifft.