Erste Eindrücke
Der Hammer Phobia wurde im Januar 2017 als High-Performance-Ergänzung im symmetrischen Segment veröffentlicht und sollte die Lücke zwischen den aggressiven asymmetrischen Bällen und den schwächeren symmetrischen Optionen schließen. Optisch präsentiert sich der Ball in einer markanten Pearl-Mischung aus Silver, Aqua und Purple. Im Inneren arbeitet der namensgebende Phobia Core, der speziell entwickelt wurde, um die Drehfreudigkeit eines asymmetrischen Kerns mit der Kontinuität eines symmetrischen Designs zu verbinden. In der 15-Pfund-Version liefert dieser Kern einen sehr niedrigen RG-Wert von 2.49 und ein hohes Differential von 0.054. Umhüllt wird diese Technik vom Semtex Pearl Coverstock, der ab Werk mit einem 500/1000 Abralon Schliff und anschließender Powerhouse Factory Finish Politur versehen ist. Diese Kombination aus niedrigem RG, hohem Differential und polierter Oberfläche zielt darauf ab, eine starke Rotation in der Mitte der Bahn aufzubauen, ohne dabei die Länge durch die Front zu opfern.
Vergleichsanalyse
Um die Positionierung des Hammer Phobia zu verstehen, ist ein Blick auf die Black Widow Serie unerlässlich. Im Vergleich zu einer Black Widow Legend (asymmetrisch) bietet der Phobia eine ähnlich große Gesamtbewegung, jedoch mit einem deutlich runderen und kontinuierlicheren Verlauf am Breakpoint, typisch für symmetrische Kerne. Gegenüber dem Storm IQ Tour Pearl, der ebenfalls symmetrisch und poliert ist, zeigt der Phobia aufgrund seines wesentlich höheren Differentials (0.054 gegenüber 0.029) ein deutlich höheres Flare-Potential und deckt somit mehr Leisten ab. Er ist aggressiver und weniger auf reine Kontrolle ausgelegt als der IQ Tour. Verglichen mit dem Ebonite Game Breaker 2 Phenom Pearl agiert der Phobia etwas später auf der Bahn und reagiert schärfer auf Friction, was ihm mehr Dynamik im Backend verleiht, wenn das Ölfeld sich öffnet.
Praktische Anwendung
Der Hammer Phobia ist prädestiniert für mittlere bis schwerere Ölbedingungen, auf denen Länge durch die Front benötigt wird, aber dennoch ein starker Hook im Backend gefordert ist. Er spielt seine Stärken besonders dann aus, wenn matte Solid-Bälle beginnen, zu früh zu rollen und Energie verlieren, bevor sie die Pins erreichen. Durch die polierte Oberfläche gleitet der Phobia sauber durch die Köpfe und nutzt die gespeicherte Rotationsenergie für eine kraftvolle Bewegung in die Gasse. Er eignet sich hervorragend für Spieler, die gerne große Winkel spielen und die Bahn weit öffnen müssen. In der Transition, wenn das Öl in der Mitte der Bahn unruhig wird, bietet der symmetrische Kern eine verlässlichere Vorhersehbarkeit als viele asymmetrische Alternativen, ohne dabei an Carry-Potential einzubüßen.