Erste Eindrücke
Der im Oktober 2018 veröffentlichte Track Paradox V führt die erfolgreiche Paradox-Linie in ihrer fünften Iteration fort und setzt dabei auf eine bewährte, aber dennoch aggressive Kombination. Im Zentrum arbeitet der revolutionäre I-Core 2.0 (Dual Density), ein asymmetrischer Kern mit extremen Leistungsdaten: Ein niedriges RG von 2.48 und ein massives Differential von 0.057 (bei 15 lbs) sorgen für eines der höchsten Flare-Potenziale auf dem Markt. Umhüllt wird dieser drehfreudige Motor von der Prime Pearl Reactive Oberfläche. Das werksseitige Finish ist aufwendig gestaltet: Nach einem Schliff mit 500 und 1000 Abralon wurde der Ball mit Powerhouse Factory Finish Polish auf Glanz gebracht. Optisch präsentiert sich der Ball in einer auffälligen Mischung aus Lila, Weiß und Schwarz. Diese Kombination aus starkem, früh rollendem Kern und glatter Oberfläche erzeugt eine Ballreaktion, die Länge suggeriert, aber durch die massive Kernphysik in der Midlane deutlich stabiler ist als herkömmliche Pearl-Bälle.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum Track Paradox Black (Solid) zeigt der Paradox V deutlich mehr Länge durch die Front und eine schärfere Reaktion am Ende des Ölmusters. Während der Paradox Black im Öl gräbt und die Bahn glättet, speichert der V seine Energie für den Breakpoint. Zieht man einen externen Vergleich heran, so ähnelt der Paradox V in seiner Philosophie dem Storm Code Red oder dem Intense. Beide nutzen starke asymmetrische Kerne mit Pearl- oder Hybrid-Schalen für den "Skid-Snap"-Effekt. Der Paradox V unterscheidet sich jedoch durch den I-Core 2.0: Dieser Kern ist so dominant, dass der Ball trotz der Politur nicht Gefahr läuft, über den Breakpoint zu rutschen ("Blow-out"). Er liest die Midlane früher als ein Storm AstroPhysix und wirkt dadurch kontrollierbarer, bietet aber dennoch mehr Backend-Bewegung als ein reiner Control-Ball.
Praktische Anwendung
Der Track Paradox V ist prädestiniert für mittlere bis schwerere Ölmuster, auf denen die Bahn bereits etwas "Transition" zeigt. Er ist die perfekte Wahl, wenn man die Gasse öffnen muss und tiefere Winkel spielt. Wenn reine Solid-Bälle beginnen, zu früh zu haken und Energie zu verlieren (schlechtes Carry), bringt der Paradox V die Lösung: Er gleitet sauber über die abgespielten Köpfe, nutzt aber die Reibung ("Friction") am Ende des Musters und das enorme Flare-Potenzial des Kerns, um aggressiv zurückzukommen. Er ist ideal für Spieler, die gerne den "großen Bogen" werfen, da der Ball auch aus weiten Winkeln zuverlässig zur Gasse zurückfindet. Dank der starken Kerndaten verträgt er auch mehr Öl in der Mitte als typische Pearl-Bälle, was ihn vielseitiger macht als reine "Trockenbahn-Spezialisten".