Erste Eindrücke
Der Track Paradox Black wurde am 14. November 2017 veröffentlicht und markiert die Rückkehr eines der erfolgreichsten Konzepte in der Geschichte des Herstellers. Optisch ist der Ball in einem schlichten Schwarz und Smoke-Pearl gehalten, was ihm ein aggressives und zugleich edles Aussehen verleiht. Im Inneren arbeitet der bewährte asymmetrische I-Core 2.0 (Dual Density), der speziell für ein hohes Flare-Potential entwickelt wurde. Bei einem 15-Pfund-Ball bietet dieser Kern ein niedriges RG von 2.48, ein hohes Differential von 0.057 und ein Intermediate Differential von 0.015. Als Oberfläche nutzt der Paradox Black das QR-9 Hybrid Reactive Cover, das werkseitig mit einem matten 500/2000 Abralon Finish ausgeliefert wird. Diese Kombination aus einem massiven asymmetrischen Kern und einer rauen Hybrid-Schale ist darauf ausgelegt, maximale Traktion auf schwer geölten Bahnen zu erzeugen.
Vergleichsanalyse
Der Paradox Black ist technisch identisch mit dem originalen blauen Track Paradox, soll jedoch durch die Pigmentierung und das Herstellungsverfahren eine minimal spätere Reaktion und eine kontinuierlichere Backend-Bewegung zeigen. Im Vergleich zum Track Paradox Trilogy, der ein QR-10 Hybrid Cover und ein poliertes Finish nutzt, bietet der Paradox Black deutlich mehr Grip im Öl und eine frühere Reaktion im Midlane-Bereich. Während der Trilogy für Länge und einen eckigen Breakpoint konzipiert ist, arbeitet der Paradox Black deutlich früher. Verglichen mit dem Storm Phaze II zeigt der Paradox Black durch seinen asymmetrischen Kern eine stärkere Richtungsänderung und ein höheres Flare-Potential, was ihn auf extremem Öl überlegen macht. Im Gegensatz zum Track Mako, der eine noch stärkere Gesamthook-Abdeckung bietet, ist der Paradox Black am Breakpoint winkeliger und bietet mehr Recovery, wenn das Spiel tiefer in die Bahn verlagert werden muss.
Praktische Anwendung
Der Track Paradox Black ist ein Kraftpaket für schwere bis mittelschwere Ölbedingungen. Er wurde entwickelt, um die Gasse auch dann noch zu finden, wenn andere Bälle bereits auf dem Ölfilm wegrutschen. Die QR-9 Hybrid-Oberfläche sorgt für eine schnelle Reaktion auf Friction, während der I-Core 2.0 sicherstellt, dass der Ball stabil durch die Transition rollt. In der Praxis zeigt der Ball eine beeindruckende Kontinuität und eine starke Pin-Action, da er die Energie trotz der frühen Reibung effizient speichert. Er eignet sich hervorragend für Spieler, die auf langen Ölmustern Probleme haben, genügend Bewegung zu generieren, oder für Turnierspieler als erster Ball im Set. Da die Oberfläche sehr aufnahmefähig ist, sollte sie regelmäßig gereinigt und aufgefrischt werden, um die volle Leistungsfähigkeit zu erhalten. Sobald die Bahnen jedoch stark abtrocknen, kann der Ball zu früh reagieren und an Durchschlagskraft verlieren, was einen Wechsel auf ein schwächeres Pearl-Modell erforderlich macht.