Erste Eindrücke
Der Hammer Ocean Vibe bringt eine Legende zurück auf die Bahn und präsentiert sich in einem klassischen Ocean Blue, das Nostalgiker sofort an den ursprünglichen Blue Vibe erinnern wird. Im Inneren arbeitet der ikonische symmetrische Vibe-Kern, der über Jahre hinweg Standards im mittleren Preissegment gesetzt hat. Mit einem RG von 2.510 und einem Differential von 0.042 (bei 15 lbs) bietet dieser Kern deutlich mehr Dynamik und Flare-Potenzial als viele andere Bälle in dieser Leistungsklasse. Die Hülle besteht aus dem CT Reactive Plus Pearl Coverstock. Ab Werk wird der Ball in einem mehrstufigen Prozess geschliffen (500, 1000, 2000 Siaair) und anschließend mit Crown Factory Polish auf Hochglanz gebracht. Diese glatte Oberfläche signalisiert unmissverständlich, dass der Ocean Vibe darauf ausgelegt ist, Länge zu erzeugen und Energie für das Ende der Bahn zu bewahren.
Vergleichsanalyse
Um die Leistung des Ocean Vibe einzuordnen, ist der Vergleich zur Raw Hammer Serie entscheidend. Während ein Raw Hammer Pearl ebenfalls poliert ist, besitzt der Ocean Vibe durch seinen Kern (höheres Differential) einen stärkeren Motor. Das bedeutet, er generiert mehr Winkel am Backend und setzt sich energischer durch die Pins durch als der sanftere Raw. Im Vergleich zu einem Konkurrenten wie dem Roto Grip Hustle Wine, zeigt der Vibe ebenfalls mehr "Pop" und eine schärfere Reaktion auf Friction, da der Kern aggressiver arbeitet. Er verhält sich sehr ähnlich wie der klassische Hammer Blue Vibe, bietet jedoch durch moderne Materialien in der Schale etwas mehr Vielseitigkeit bei der heutigen Ölviskosität. Gegenüber einem stärkeren Ball wie dem Hammer Dark Web wirkt der Vibe wesentlich länger und sauberer, macht aber viel später auf der Bahn seine Bewegung.
Praktische Anwendung
Der Hammer Ocean Vibe ist die ultimative Waffe für leichte bis mittlere Ölbedingungen (Light-Medium Oil) und trockene Bahnen. Er glänzt vor allem dann, wenn die Bahn bereits stark abgespielt ist (Burn) oder die Front an Öl verloren hat. Dank der polierten Oberfläche gleitet er mühelos über die trockenen Köpfe hinweg, ohne frühzeitig Hook zu entwickeln (Skid). Sobald er am Ende des Musters auf Reibung trifft, entfaltet er seine Stärke mit einer schnellen, definierten Richtungsänderung (Flip). Er eignet sich hervorragend für Ligaspieler, die später am Abend spielen, wenn ihre starken Solid-Bälle zu früh rollen. Auch für Spieler mit niedrigerer Ballgeschwindigkeit ist er ideal, da er nicht dazu neigt, zu früh Energie zu verbrennen, sondern den Carry durch eine späte Explosion in der Gasse sichert.