Erste Eindrücke
Der Hammer Obsession Tour präsentiert sich in einem eleganten burgundroten Design und nutzt einen asymmetrischen Obsession Tour Kern mit einem RG von 2.469 und einem Differential von 0.034. Als Oberfläche kommt der TourV2 Solid Cover zum Einsatz, der stärker als der ursprüngliche TourV1 Solid Cover ist und mit einer 500/1000 SiaAir Oberfläche ausgeliefert wird. Das technische Besondere liegt im Kerndesign: Der Obsession Tour nutzt die gleiche Kernform wie der Obsession, jedoch mit einem um 0.016 Punkte niedrigeren Differential, was weniger Flare und eine kontrollierbarere Reaktion zur Folge hat. Die DOT Technologie ermöglicht dabei das Bohren an jeder beliebigen Stelle und macht den Ball zusätzlich widerstandsfähiger.
Vergleichsanalyse
Der Obsession Tour soll Bowlern eine andere Art des Downballens von einem High-End Hook Monster ermöglichen. Im direkten Vergleich zum normalen Obsession zeigt der Tour-Ball auf frischen Bahnen ähnlichen Gesamt-Hook, jedoch mit unterschiedlicher Form - er greift früher und ist am Breakpoint vorwärtiger. Gegenüber der Storm Black Widow 2.0 positioniert er Spieler etwa drei Leisten weiter innen. Wenn Bälle wie der Hammer Web MB und die Storm Black Widow 2.0 bereits Over/Under-Reaktionen zeigen, bleibt der Obsession Tour weiterhin smooth und vorhersagbar. Im Vergleich zum Hammer Envy Tour muss man etwa eine Leiste weiter links spielen, da der Obsession Tour eine stärkere Backend-Bewegung aufweist.
Praktische Anwendung
Wie die meisten Tour-Bälle exzelliert er auf schwierigen Patterns, wo man die Bahn von Front bis Back kontrollieren muss, eignet sich aber auch als großartiger Benchmark-Ball auf House Shots. Der Ball erwies sich als nützlich bei allen getesteten Patterns, mit der besten Performance auf schweren Ölmustern. Er soll eine einzigartige Reaktion schaffen, die vielen Spielern erlaubt, näher am Trockenen zu stehen und ist besonders gut für Rev-dominante Spieler geeignet. Für Spieler, die steile Trajektorien durch die Front fahren und ausreichende Continuation benötigen, funktioniert dieser Ball am besten - bei trockenen Backends kann er zu kontinuierlich sein, aber unter normalen Umständen ist er wahrscheinlich der einzige Ball, dem man vertrauen kann, um von extremen Front-Trajektorien zu recovern. Speed-dominante Spieler sollten ihn mit einem niedrigeren VAL-Winkel bohren, während Rev-dominante Spieler ihn bei gutem Head-Öl oder Pattern-Länge einsetzen würden.