Erste Eindrücke
Der Columbia 300 Messenger (2019 Release) markiert die Rückkehr eines der bekanntesten Namen im Bowling. Im Mai 2019 wurde diese Serie in verschiedenen Farbvarianten (u.a. Red/Black, Black/Gold, Pink/Purple) neu aufgelegt. Technisch positioniert sich der Ball im "Entry Level Performance"-Segment. Das Herzstück bildet der aktualisierte Messenger Symmetric Kern, der mit einem hohen RG von 2.57 und einem niedrigen Differential von 0.021 (bei 15 lbs) extrem rotationsfreudig ist und den Ball lange geradeaus laufen lässt. Die große Neuerung gegenüber dem historischen Original ist die Hülle: Hier kommt die Super Flex Pearl Reactive Oberfläche zum Einsatz, die zusätzlich mit der patentierten HyperShock-Technologie angereichert wurde. Diese Technologie, die zuvor nur in High-Performance-Bällen zu finden war, soll die Energieübertragung auf die Pins verbessern. Ab Werk ist der Ball mit 500/2000 Abralon geschliffen und anschließend mit Powerhouse Factory Finish Polish auf Hochglanz poliert.
Vergleichsanalyse
Verglichen mit dem zeitgleich erhältlichen Columbia 300 Beast wirkt der Messenger (2019) einen Tick dynamischer am Pin-Deck. Während der Beast primär auf maximale Länge ausgelegt ist, bietet der Messenger dank der HyperShock-Technologie gefühlt mehr "Hit" und federt weniger ab, wenn er auf die Pins trifft. Im Vergleich zum Storm Tropical Surge zeigt der Messenger eine ähnlich späte Reaktion, neigt aber dazu, am Breakpoint etwas sanfter und kontrollierter zu agieren, statt ruckartig zu springen. Gegenüber einem Brunswick Rhino bietet der Messenger durch die Super Flex Schale oft ein etwas saubereres Gleiten durch die Front, was ihn bei extrem trockenen Köpfen noch widerstandsfähiger gegen frühzeitiges Verbrennen macht.
Praktische Anwendung
Der Columbia 300 Messenger ist die ultimative Lösung für trockene Bahnen und verbrannte Hausmuster. Er ist konzipiert, um maximale Länge zu erzeugen, wenn stärkere Bälle bereits bei den Pfeilen anfangen zu haken. Für Einsteiger ist er ein exzellenter erster Ball, der eine kontrollierbare Kurve bietet, ohne zu überfordern. Fortgeschrittene und Turnierspieler nutzen ihn als "Burner-Ball": Wenn im späten Turnierverlauf die Fronten komplett ausgetrocknet sind ("Fried Heads"), erlaubt der Messenger, weiter rechts zu stehen (für Rechtshänder) und direkt am Ölrild entlangzuspielen, ohne dass der Ball überreagiert. Er benötigt zwingend Reibung am Backend (Dry), um effektiv zu arbeiten; im Öl wird er mangels Flare-Potenzial kaum Richtungswechsel zeigen.