Erste Eindrücke
Der Monster Bowling Loch Ness Monster, veröffentlicht im Dezember 2016, markiert einen kraftvollen Einstieg für die Marke im Bereich der High-Performance-Bälle. Optisch präsentiert sich der Ball in einer thematisch passenden Farbgebung, die oft durch dunkle Grün- und Schwarztöne dominiert wird, was ihm ein gefährliches, "sumpfiges" Aussehen auf der Bahn verleiht. Im Inneren arbeitet ein symmetrischer Kern, der für eine kontrollierte und vorhersehbare Bewegung sorgt. Umhüllt wird dieser Kern vom MPM-17 Solid Reactive Coverstock, einer griffigen Oberfläche, die ab Werk mattiert geliefert wird (typischerweise im Bereich von 2000 Abralon). Diese Kombination aus solidem Cover und symmetrischem Kern signalisiert sofort, dass es sich hier um einen Benchmark-Ball handelt, der die Bahn früh liest und keine ruckartigen Bewegungen am Breakpoint macht.
Vergleichsanalyse
Im Vergleich zu seinem Markenkollegen, dem asymmetrischen Monster Kraken, agiert der Loch Ness Monster deutlich runder und sanfter am Ende des Musters. Während der Kraken eine definierte, eckige Bewegung zeigt, bietet der Loch Ness Monster einen klassischen, bogenförmigen Hook. Zieht man einen Marktstandard wie den Storm Phaze II heran, so zeigt der Loch Ness Monster eine sehr ähnliche Philosophie: Er dient als "Lese-Ball" für die Bahn. Der Loch Ness Monster startet jedoch oft einen Hauch früher in der Front als der Phaze II, bietet aber eine vergleichbare Gesamtstärke. Gegenüber einem schwächeren symmetrischen Ball wie dem Roto Grip Hustle Ink ist der Loch Ness Monster deutlich stärker im Öl und deckt mehr Leisten ab, da er nicht so sensibel auf Überöl reagiert.
Praktische Anwendung
Der Loch Ness Monster ist prädestiniert für Medium bis Heavy Oil und frische Hausmuster. Er ist der ideale erste Ball aus der Tasche, um die Konditionen zu prüfen, da er Transitionen sanft anzeigt und nicht überreagiert. Spieler, die eine glatte, kontrollierbare Reaktion suchen, um die Gasse konstant zu treffen, werden hier fündig. Seine Stärke liegt in der Midlane: Er generiert dort massive Traktion, was ihm erlaubt, auch bei etwas mehr Ölvolumen sicher zu rollen. Sobald die Köpfe jedoch trocken werden, sollte man zu einem glänzenden Pearl-Ball wechseln, um Energie zu sparen, da der Loch Ness Monster sonst dazu neigen kann, "auszubrennen", bevor er die Pins erreicht, was den Carry verringern würde.