Erste Eindrücke
Der im Juli 2018 veröffentlichte Track Kinetic Amethyst setzt eine der beliebtesten und langlebigsten Serien im Bowling-Markt fort. Der Kinetic hat sich einen Ruf als „Wolf im Schafspelz“ erarbeitet, da er im mittleren Preissegment angesiedelt ist, aber oft wie ein High-End-Ball performt. Im Inneren arbeitet der legendäre asymmetrische Shuttle-Kern. Dies ist eine technische Besonderheit: Obwohl er asymmetrisch ist, weist er ein extrem niedriges Intermediate Differential von nur 0.005 auf (bei 15 lbs), kombiniert mit einem niedrigen RG von 2.48 und einem moderaten Differential von 0.040. Das bedeutet, er bietet die Vielseitigkeit eines symmetrischen Balls mit dem „Kick“ eines Asymmetrischen. Umhüllt wird er von der QR-6 Pearl Reactive Oberfläche in einer strahlenden Amethyst-Farbe. Mit dem werksseitigen Finish aus 500/1000 Abralon und Powerhouse Factory Finish Politur ist dieser Ball eindeutig auf Länge und schnelle Reaktion getrimmt.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum Track Kinetic Ruby (der kurz zuvor erschien), agiert der Amethyst deutlich eckiger. Der Ruby (oft etwas rauer oder hybrid-artiger in der Reaktion) las die Midlane besser und war runder. Der Amethyst hingegen nutzt die QR-6 Pearl Schale, um mühelos durch die Köpfe zu gleiten und speichert fast seine gesamte Energie für das Backend. Verglichen mit dem Track Kinetic Emerald ist der Amethyst sehr ähnlich, wirkt aber durch die leicht angepasste Cover-Formel oft noch einen Tick schärfer im Richtungswechsel („Snappy“). Gegenüber Wettbewerbern wie dem Ebonite Game Breaker 2 Gold (der runder und fließender läuft) bietet der Kinetic Amethyst eine abruptere Reaktion auf Reibung, was ihn dynamischer wirken lässt.
Praktische Anwendung
Der Track Kinetic Amethyst ist ein absolutes Monster auf mittleren bis leicht öligen Bahnen. Er ist der ideale Ball für die zweite oder dritte Serie im Ligaspiel. Wenn die Bahnköpfe trocken sind und stärkere Bälle (wie ein Precision oder Paradox) zu früh Energie verbrennen, ist der Amethyst zur Stelle. Er gleitet über den „Burn“ hinweg und nutzt die trockenen Leisten am Ende der Bahn für einen gewaltigen Haken zum Pocket. Dank des Shuttle-Kerns behält er dabei eine sehr stabile Rotation bei. Er eignet sich hervorragend, um die Gasse zu öffnen und steile Winkel zu spielen, ist aber auf frischem, langem Öl mit Vorsicht zu genießen, da er dort dazu neigt, zu weit zu rutschen (Over/Under).