Erste Eindrücke
Der im Juni 2017 veröffentlichte Columbia 300 Juke ergänzt das mittlere Preissegment des Herstellers mit einer auffälligen Optik in Grün, Gelb und Violett. Technisch setzt Columbia 300 hier auf den symmetrischen Modified SD Kern. Dieser weist bei 15 Pfund einen RG-Wert von 2.51 und ein Differential von 0.047 auf, was für diese Preisklasse (Yellow Line) erstaunlich dynamische Werte sind. Umhüllt wird der Kern von der Bend-It Pearl Reaktiv Oberfläche. Diese Schale wurde werksseitig mit einem 500/1000 Abralon Schliff versehen und anschließend mit Powerhouse Factory Finish Polish auf Hochglanz poliert. Diese Kombination verspricht eine sehr glatte Oberfläche, die das Öl in der Front mühelos passiert, um am Breakpoint eine schnelle Reaktion auf Friction zu erzeugen.
Vergleichsanalyse
Im Vergleich zum Columbia 300 Sideswipe, der die gleiche Bend-It Pearl Oberfläche nutzt, unterscheidet sich der Juke primär durch seinen Kern. Während der Sideswipe eine etwas rundere Bewegung erzeugt, sorgt der Modified SD Kern im Juke für eine definiertere und eckigere Bewegung am Ende des Ölmusters. Zieht man einen Wettbewerber aus dem gleichen Erscheinungsjahr heran, wie den Storm Match Up Pearl, zeigt der Juke aufgrund seines höheren Differentials (0.047 gegenüber 0.030 beim Match Up) ein deutlich höheres Flare-Potenzial und eine stärkere Bewegung im Backend. Er agiert aggressiver als typische Einsteigerbälle, bietet aber mehr Länge als stärkere Symmetrics wie der Ebonite Game Breaker 2 Phenom Pearl.
Praktische Anwendung
Der Juke ist ideal für mittlere bis trockene Bahnbedingungen sowie für Hausölungen, die bereits angespielt sind. Seine Stärke liegt in der Phase der Transition, wenn die Köpfe an Öl verlieren und stärkere Bälle zu früh Energie abgeben. Dank der polierten Pearl-Oberfläche speichert der Ball seine Energie sehr effizient für das letzte Drittel der Bahn. Er eignet sich hervorragend für Spieler, die die Front sauber überbrücken müssen, aber am Breakpoint einen scharfen Richtungswechsel benötigen, um den Eintrittswinkel zur Gasse zu vergrößern. Auf frischem, langem Öl könnte der Ball zu rutschig sein (Over/Under-Reaktion), doch sobald Friction vorhanden ist, liefert er zuverlässigen Hook und guten Carry.