Erste Eindrücke
Der Motiv Jackal LE, veröffentlicht im Spätherbst 2016, markiert die triumphale Rückkehr der legendären Jackal-Serie mit einem überarbeiteten, regelkonformen Design. Optisch tritt der Ball in einer düsteren "Black & Dark Grey Solid" Mischung auf, akzentuiert durch rote Logos, was seinen aggressiven Anspruch unterstreicht. Im Inneren arbeitet der neu entwickelte Predator V2 Core. Dieser asymmetrische Kern wurde modifiziert, um die USBC-Regularien einzuhalten, liefert aber mit einem extrem niedrigen RG von 2.47 und einem hohen Differential von 0.054 (bei 15 lbs) weiterhin brachiale Werte. Umhüllt wird diese Kraftzentrale vom Coercion HVS (High Volume Solid) Coverstock, der ab Werk mit einem 3000 Grit LSS Finish (Laser Scan Sanded) versehen ist. Diese Kombination aus rauem Solid-Cover und extrem früh drehendem Kern signalisiert unmissverständlich: Dieser Ball will Öl sehen und massive Traktion erzeugen.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum Motiv Trident, der kurz zuvor erschien, agiert der Jackal LE nochmals deutlich früher und stärker im gesamten Bahnverlauf. Während der Trident durch seine Hybrid-Note noch eine gewisse Länge zulässt, gräbt sich der Jackal LE sofort in die Oberfläche der Bahn. Vergleicht man ihn mit dem (aus dem Verkehr gezogenen) originalen Jackal Carnage, so bietet der LE eine fast identische "Heavy Roll"-Charakteristik, wirkt jedoch im Backend einen Hauch kontinuierlicher und weniger abrupt. Gegenüber einem Marktstandard für Schweröl wie dem Storm Alpha Crux zeigt der Jackal LE oft noch mehr Biss in der Midlane und lässt sich auch von einer Flut an Öl (Carrydown) nicht beeindrucken, wo andere Bälle ins Schwimmen geraten.
Praktische Anwendung
Der Jackal LE ist ein reines Spezialwerkzeug für Heavy Oil und lange, voluminöse Sportmuster. Er ist die ultimative "Schneepflug"-Option: Er benötigt zwingend viel Öl in der Front und im Mittelteil der Bahn, um seine Energie nicht sofort zu verbrennen. Für Spieler mit hoher Ballgeschwindigkeit ("Speed Dominant") ist er ein Traum, da er die nötige Zeit und Reibung generiert, um sicher zur Gasse zu drehen. Auf Hausmustern oder trockeneren Bahnen ist er jedoch meist fehl am Platz, da er dort zu früh hakt (roll-out) und kraftlos an den Pins ankommt. Er dient dazu, eine Linie in das Öl zu fräsen, die später mit glänzenderen Bällen bespielt werden kann.