Erste Eindrücke
Der Storm Intense Focus wurde im Dezember 2017 als internationale Sonderedition (Overseas Release) eingeführt und ergänzte die Premier-Serie um eine spezifische Variante des ursprünglichen Intense. In der Optik zeigt sich der Ball in einer markanten Mischung aus Schwarz, Weiß und Orange, kombiniert mit dem Duft von Cranberry Marmalade. Das Herzstück bildet der asymmetrische RAD-E Kern, wobei das E für Energy steht. Dieses Design nutzt längliche Ellipsen nahe dem Pin, um die Massentrennung und das Potenzial für Energiespeicherung zu erhöhen. Die technischen Daten bei einem 15-Pfund-Ball weisen ein niedriges RG von 2.49, ein hohes Differential von 0.050 sowie ein Intermediate Differential von 0.017 auf. Als Coverstock wird die bewährte R2S Pearl Reactive Oberfläche verwendet, die mit einem 1500-Grit Polished Finish ausgeliefert wird. Diese Kombination verspricht eine kontrollierte Gleitphase durch die Front bei gleichzeitig hoher Dynamik im hinteren Bahnbereich.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum Standard-Modell Storm Intense, welches mit der R3S Pearl Oberfläche ausgestattet ist, bietet der Storm Intense Focus durch das R2S Pearl Cover eine spürbar spätere Reaktion und einen definierteren Breakpoint. Während der reguläre Intense die Mitte der Bahn bereits stärker liest und die Transition etwas früher einleitet, gleitet der Intense Focus sauberer durch die Front und erzeugt einen um etwa sechs Prozent steileren Eintrittswinkel in die Gasse. Verglichen mit dem Storm Code Black, der den RAD4 Kern nutzt, zeigt der Intense Focus aufgrund des RAD-E Kerns eine etwas rolligere und kontinuierlichere Bewegung, ohne dabei die Aggressivität im Backend zu verlieren. Im Gegensatz zum Roto Grip No Rules Pearl wirkt die Bewegung des Intense Focus weniger wie ein schlagartiger Haken (Hockey-Stick), sondern eher wie ein sehr kraftvoller, harter Bogen, was die Kontrolle über den Breakpoint auf unterschiedlichen Mustern erleichtern soll.
Praktische Anwendung
Der Storm Intense Focus wurde speziell für Szenarien entwickelt, in denen maximale Backend-Reaktion und ein steiler Winkel gefordert sind. Er ist ideal für mittlere Ölbedingungen geeignet, bei denen die Front bereits leicht beansprucht ist, aber im Backend noch ausreichend Friction zur Verfügung steht. Durch die Kombination aus einem starken asymmetrischen Kern und einer eher klaren Pearl-Oberfläche soll der Ball die notwendige Energie bewahren, um auch bei größeren Spielwinkeln einen exzellenten Carry zu garantieren. Spieler mit einer höheren Ballgeschwindigkeit oder moderaten Rev-Rates profitieren von der Fähigkeit des RAD-E Kerns, spät zu starten und dennoch massiv zu flaren. In der Praxis erweist sich der Ball als wertvolles Werkzeug, wenn die Transition auf der Bahn dazu zwingt, das Spiel weiter nach links (bei Rechtshändern) zu verlagern, da er die Gasse mit hoher Durchschlagskraft auch aus tiefen Winkeln erreicht.