Erste Eindrücke
Der Radical Innovator markiert einen bedeutenden technologischen Sprung für die Marke. Optisch präsentiert er sich in einer kühlen Kombination aus Teal, Blue und Silver, die auf der Bahn sehr technisch und modern wirkt. Im Inneren arbeitet der neu entwickelte, asymmetrische Innovator-Kern. Dieser liefert bei 15 lbs ein niedriges RG von 2.477, ein hohes Differential von 0.053 und ein moderates Intermediate Differential von 0.012. Diese Werte deuten auf ein frühes, drehfreudiges Zentrum hin. Die wahre Revolution liegt jedoch in der Hülle: Hier führt Radical das "MOtion Magic Plus Pearl" Reactive Material ein. Veredelt mit einem 500/1000/1500 Siaair und Crown Factory Compound Finish, ist dieser Ball darauf ausgelegt, extrem sauber durch die Front zu gleiten und eine der schärfsten Richtungsänderungen ("Snap") im gesamten Radical-Sortiment zu erzeugen.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum Radical Bigfoot (Symmetric), der eine rundere und kontrolliertere Bewegung bietet, ist der Innovator deutlich aggressiver und eckiger am Breakpoint. Er reagiert wesentlich schneller auf Reibung. Vergleicht man ihn mit dem Radical Trail Blazer, so bietet der Innovator durch die neue Schalentechnologie und das Compound-Finish mehr Länge und einen stärkeren Kick im Backend. Im breiteren Marktvergleich zielt er direkt auf die Nische des Hammer Black Widow Ghost Pearl ab: Ein asymmetrischer Pearl-Ball, der viel Winkel ("Angle") generiert. Der Innovator wird oft als noch einen Tick schärfer und schneller in der Antwortphase beschrieben als der Widow Ghost, was ihm einen außergewöhnlichen Carry bei steilen Winkeln verleiht.
Praktische Anwendung
Der Radical Innovator ist prädestiniert für mittlere bis schwerere Ölbedingungen, bei denen man die Bahn öffnen muss. Er ist kein Ball für das Spiel "gerade die Linie hoch", sondern verlangt danach, von links nach rechts geworfen zu werden. Seine größte Stärke ist die Wiederherstellung der Linie ("Recovery"): Wenn man ihn weit nach außen wirft, besitzt er genug Energie und Reaktionsschnelligkeit, um hart zur Gasse zurückzukommen. Er ist ideal für die Phase der "Transition", wenn Solid-Bälle zu früh verbrennen, man aber noch die Durchschlagskraft eines asymmetrischen Kerns benötigt. Auf sehr trockenen Bahnen kann er aufgrund seiner schnellen Reaktion jedoch schwer zu kontrollieren sein.