Erste Eindrücke
Der Brunswick Infinity Quest präsentiert sich in einer auffälligen Farbkombination aus Weiß, Pink und Blau, die polarisiert und definitiv nicht unbemerkt bleibt. Technisch basiert der Ball auf dem bewährten Infinity-Kern, einem asymmetrischen Design mit einem RG-Wert von 2.521, einem Differential von 0.051 und einer Massenabweichung von 0.010. Diese Werte positionieren den Ball im mittleren RG-Bereich mit hohem Differential und mittlerer Massenabweichung, was eine starke Kernkonfiguration verspricht. Das Coverstock besteht aus der HK22C Evo Solid Reactive Technologie, die bereits im Mesmerize von Brunswick zum Einsatz kam. Ab Werk erhält der Ball eine Politur mit 500/1000/1500 Grit und Crown Factory Compound, was zu einer finalen Oberflächenhärte von etwa 5000 Grit führt. Die Härte beträgt 73, während die Absorptionsrate als schnell eingestuft wird. Der Infinity Quest soll in der High-Performance-Kategorie angesiedelt sein und wird als Flip-Ball vermarktet.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zu anderen Premium-Bällen zeigt der Infinity Quest deutliche Ähnlichkeiten mit der Jigsaw-Serie von Hammer in Bezug auf Hook-Potenzial und charakteristische Hockey-Stick-Reaktion. Verglichen mit dem Iron Max von Brunswick dürfte der Quest bei entsprechender Oberflächenbearbeitung nahezu identische Leistung bieten, jedoch zu einem etwa 30 Dollar günstigeren Preis. Der Ball positioniert sich zwischen dem Mesmerize von Brunswick und dem neuen Combat, wobei er als Stufe zwischen diesen beiden Extremen fungieren könnte. Gegenüber dem Origin von Brunswick zeigt er möglicherweise etwas weniger Schärfe im Backend, während er sich seitlich zum Theorem Solid und etwa eine halbe Stufe über dem Combat, Black Widow Mania von Hammer oder Evoke Hysteria von Roto Grip einordnet. Mit der Rubicon Line von Roto Grip oder der Pride Line von Motiv teilt er die mild-asymmetrische Charakteristik.
Praktische Anwendung
Der Infinity Quest soll sich durch seine kontinuierliche Ballreaktion auszeichnen. Einmal in Bewegung gesetzt, behält er seine Richtung bei und zeigt eine beständige, vorhersagbare Reaktion sowohl in der Friction als auch im Öl. Diese Eigenschaft macht ihn zu einem vielseitigen Ball, der verschiedene Spielstile und Geschwindigkeiten accommodieren könnte. Für die Anwendung auf Challenge Patterns könnte der Ball besonders geeignet sein, da er eine stabile Rolle mit kontinuierlicher Bewegung verspricht, ohne unvorhersagbare Richtungsänderungen. Das mittlere RG und die milde Asymmetrie sollen dabei helfen, dass der Ball die Front besser überwindet und nicht zu früh anspricht. Die polierte Oberfläche macht ihn ideal als Ball-Down-Option von stärkeren Öl-Monstern wie dem Mesmerize. Bei Bedarf lässt sich durch Oberflächenbearbeitung die Aggressivität erhöhen - bereits bei 2000 Grit dürfte er nahezu so stark werden wie andere High-End-Bälle. Für geschwindigkeitsdominante Spieler könnte eine Oberflächenbearbeitung notwendig sein, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Der Ball soll für die meisten Bowler auf Bahnbedingungen von mittel-leicht bis schwer einsetzbar sein. Lediglich High-Rev-Low-Speed-Kombinationen könnten Schwierigkeiten haben, es sei denn, sie bowlen auf sehr ölreichen Bahnen. Die Fähigkeit, sowohl gerade als auch mit größeren Winkeln gespielt werden zu können, unterstreicht seine Vielseitigkeit. Mit einem Preis von etwa 170 Dollar positioniert sich der Infinity Quest wettbewerbsfähig in seinem Segment und bietet eine interessante Alternative für Bowler, die einen kontinuierlichen, kontrollierbaren Ball mit ansprechendem Carry suchen.