Erste Eindrücke
Der im Spätsommer 2021 veröffentlichte Roto Grip Hyped Hybrid wurde konzipiert, um die signifikante Lücke zwischen der Einsteiger-Klasse (HP1) und der gehobenen Mittelklasse (HP3) zu schließen. Optisch präsentiert sich der Ball in einer markanten Farbkombination aus Chrome, Pink und Purple. Technisch im Zentrum steht der Hyped™ Kern, der mit einem RG-Wert von 2.52 (bei 15 lbs) den niedrigsten Schwerpunkt aufweist, den Roto Grip bisher in der HP2-Linie verbaut hat. Dies soll für eine stabilere Rotation sorgen als bei typischen Einsteigerbällen. Umhüllt wird dieser Kern vom VTC™ Hybrid Coverstock (Versatile Traction Control), einer chemischen Zusammensetzung, die auf Haltbarkeit und konsistente Reibung ausgelegt ist. Mit dem werksseitigen 1500-grit Polished Finish soll der Ball mühelos durch die Front gleiten und dennoch genug Energie für eine definierte Bewegung am Ende des Musters speichern.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zur etablierten **Roto Grip Hustle**-Serie (z.B. Hustle Wine oder Camo) bietet der Hyped Hybrid eine spürbar frühere Kern-Rotation und mehr Gesamtbewegung. Während ein Hustle bei hohem Ölvolumen oft zu sensibel auf das Ende des Ölmusters reagiert, generiert der Hyped Hybrid durch sein höheres Differential (0.036) mehr Flare und damit einen verlässlicheren Hook im Midlane-Bereich. Betrachtet man ihn gegenüber dem **Roto Grip Hyped Pearl**, so sorgt die Hybrid-Oberfläche (zwei Teile Pearl, ein Teil Solid) für eine etwas rundere Bewegungsform und liest die Leisten einen Hauch früher als die reine Pearl-Version. Er fungiert zudem als exzellenter "Step-Down" zu stärkeren Bällen wie dem **Roto Grip Rubicon** oder Bällen der Idol-Serie. Wenn diese stärkeren Bälle beginnen, zu früh Energie zu verlieren oder zu träge in der Gasse ankommen, bietet der Hyped Hybrid die nötige Länge bei gleichzeitig besserem Carry als ein reiner "Dry-Lane"-Ball.
Praktische Anwendung
Das ideale Einsatzszenario für den Hyped Hybrid sind leichte bis mittlere Ölbedingungen sowie Bahnen, die bereits eine deutliche Transition durchlaufen haben. Er ist darauf ausgelegt, genug Länge zu generieren, wenn die Köpfe bereits angespielt sind, ohne dabei am Breakpoint unkontrollierbar "zickig" zu reagieren. Für Spieler mit hoher Drehzahl könnte dieser Ball eine hervorragende Benchmark-Option für typische Haus-Ligen darstellen, da er Fehler in der Geschwindigkeit gut verzeiht und nicht überreagiert, wenn er auf Friction trifft. Spieler mit niedrigerer Drehzahl oder Geschwindigkeit finden im Hyped Hybrid eine Option für trockenere Bedingungen, die dennoch genug Kern-Dynamik besitzt, um die Pins effektiv zu durchmischen. Der Ball benötigt eine gewisse Menge an trockenen Leisten im Backend, um sein Potential voll zu entfalten, vermeidet aber das typische "Totlaufen", das oft bei schwächeren Bällen auf Restöl auftritt.