Erste Eindrücke
Der Roto Grip Hustle BMS (Blue/Magenta/Snow) führt die populäre Einstiegsserie mit einer auffälligen Pearl-Variante fort. Optisch präsentiert sich der Ball in einem Mix aus Blau, Magenta und Weiß, was ihm eine frische und dynamische Erscheinung auf der Bahn verleiht. Im Inneren arbeitet der bewährte symmetrische Hustle-Kern, der für sein etwas höheres RG von 2.53 und ein moderates Differential von 0.030 (bei 15 lbs) bekannt ist. Diese Kernzahlen fördern eine saubere Länge durch die Front und verhindern ein zu frühes Ausbrennen. Kombiniert wird dieser Kern mit dem VTC Pearl Reactive Coverstock (Versatile Traction Control). Die Oberfläche ist ab Werk mit einem 1500-Grit-Polish (oft Reacta Gloss) versehen, was den Ball sehr glatt macht und ihm hilft, Reibung im vorderen Teil der Bahn zu ignorieren. Er ist eindeutig auf Länge und eine definierte, aber kontrollierbare Reaktion im Backend ausgelegt.
Vergleichsanalyse
In der direkten Gegenüberstellung verhält sich der Hustle BMS fast identisch zum Roto Grip Hustle Wine, da beide auf derselben VTC Pearl Oberfläche und dem gleichen Kern basieren. Der Hauptunterschied ist rein optischer Natur. Im Vergleich zum Roto Grip Hustle USA, der eine Hybrid-Schale und ein raueres Finish besitzt, geht der BMS deutlich länger geradeaus und reagiert spritziger auf die trockenen Leisten am Ende des Ölmusters. Gegenüber der Storm Tropical Surge Serie bietet der Hustle BMS etwas mehr Kern-Dynamik und einen stärkeren Gesamthook, bleibt aber dennoch sehr gutmütig. Er ist schwächer und sauberer als der Roto Grip Hustle Camo oder der Hustle RIP, die beide mit Solid-Schalen früher anlaufen und eine rundere Bewegung erzeugen.
Praktische Anwendung
Das ideale Einsatzgebiet für den Hustle BMS sind leichte bis mittlere Ölbedingungen oder Bahnen, die bereits stark angespielt sind. Wenn die Front an Öl verliert und stärkere Bälle zu früh Energie verlieren (ausbrennen), spielt der BMS seine Stärken aus. Er gleitet mühelos über die ersten Meter und speichert seine Energie für die Gasse. Für Einsteiger ist er ein exzellenter erster Ball, da er Fehler in der Abgabe verzeiht und eine leicht nachvollziehbare Ballreaktion zeigt. Fortgeschrittene und Turnierspieler nutzen ihn als "Burner-Ball", wenn die Transition einsetzt und man weit nach links rücken muss, um den Ball durch die trockenen Köpfe zu bekommen, ohne dass er im Backend überreagiert. Er bietet genug Carry, um auch bei steilen Winkeln die Pins effektiv zu mischen, solange genug Friction im Backend vorhanden ist.