Erste Eindrücke
Der SWAG Graffiti Tracker, veröffentlicht im März 2023, erweitert die beliebte Graffiti-Serie um eine leistungsstarke Pearl-Option für tiefere Winkel. Optisch präsentiert sich der Ball in einem markanten Mix aus Black, Aqua und Ruby. Im technischen Zentrum arbeitet der bewährte asymmetrische Ballistic Core, der mit einem RG von 2.489, einem Differential von 0.054 und einem sehr hohen Intermediate Differential von 0.033 (bei 15 lbs) für ein massives Flare-Potenzial sorgt. Diese Kernzahlen deuten auf einen Ball hin, der extrem drehfreudig ist und sich schnell aufrichtet. Kombiniert wird dieser Motor mit der Reverie 4 (RVR 4) Pearl Reactive Oberfläche. Ab Werk kommt der Tracker mit einem 2000 Grit Polished Finish, was eine interessante Mischung darstellt: Die 2000er Basis sorgt für eine gewisse Traktion im Öl, während die Politur das Durchgleiten der Fronts erleichtert.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum Vorgänger **SWAG Graffiti Pop**, der dieselbe Kern-Cover-Kombination nutzt, zeigt der Graffiti Tracker durch sein 2000er Polished Finish (im Vergleich zum 1000er Polished Finish des Pop) oft eine Nuance mehr Länge und eine etwas schärfere Reaktion am Breakpoint. Zieht man einen Marktführer wie den **Hammer Black Widow Ghost Pearl** heran, so agiert der Graffiti Tracker aufgrund seines extrem hohen Intermediate Differentials (0.033 vs. 0.018 beim Widow) noch aggressiver in der Phase der Richtungsänderung. Der Kern "kippt" schneller und härter, was eine sehr definierte Bewegung in die Gasse erzeugt. Gegenüber einem symmetrischen Pearl-Ball wie dem **900 Global Zen** liest der Tracker die Midlane früher und bietet deutlich mehr Stabilität im Öl, da der asymmetrische Kern ein "Schwimmen" verhindert.
Praktische Anwendung
Der Graffiti Tracker ist ideal für mittlere bis schwerere Ölbedingungen geeignet, sobald die Bahn beginnt, sich zu öffnen (Transition). Dank der Politur gleitet er sauber über die abgespielten Köpfe, doch die darunterliegende 2000er Körnung und der starke Kern stellen sicher, dass er im Öl nicht rutscht. Er ist perfekt für Spieler, die gerne große Haken werfen und den Ball weit nach rechts (bei Rechtshändern) bringen müssen. Der Ball benötigt jedoch etwas Volumen in der Mitte der Bahn; auf zu trockenen Bedingungen oder "Short Oil" wird der starke asymmetrische Kern zu früh bremsen und Energie verlieren. Er ist die Waffe der Wahl, um nach dem Start mit einem matten Solid-Ball tiefere Winkel zu spielen, ohne den Carry zu opfern.