Erste Eindrücke
Der Hammer Gauntlet Fury, veröffentlicht im Oktober 2017, bringt eine aggressive Pearl-Option in die High-Performance-Klasse von Hammer. Optisch sticht der Ball durch seine Mischung aus Purple, Smoke und Orange sofort ins Auge. Technisch basiert er auf dem asymmetrischen Gauntlet Core, der mit einem RG von 2.50, einem Differential von 0.050 und einem Intermediate Differential von 0.012 (bei 15 lbs) spezifiziert ist. Diese Werte deuten auf einen früh drehenden Kern mit hohem Flare-Potenzial hin. Die wahre Innovation liegt jedoch in der Hülle: Der Semtex Pearl CFI (Carbon Fiber Infused) Coverstock sorgt nicht nur für die markentypische Haltbarkeit, sondern auch für eine erhöhte Energieübertragung. Das Werksfinish aus 500/1000 Abralon mit Powerhouse Factory Finish Polish verleiht dem Ball einen starken Glanz, der ihm hilft, die Front sauber zu passieren.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum originalen Hammer Gauntlet (Solid) zeigt der Fury eine drastische Veränderung in der Ballreaktion. Während der originale Gauntlet dafür bekannt war, früh im Öl zu lesen und eine glatte, bogenförmige Bewegung zu erzeugen, bietet der Fury deutlich mehr Länge und eine explosivere Reaktion auf Friction am Ende des Musters. Vergleicht man ihn mit der legendären Black Widow Serie (z.B. Black Widow Gold), so bietet der Gauntlet Fury eine etwas stabilere Bewegung im Mittelfeld (Midlane), da der Gauntlet-Kern weniger zum Überreagieren neigt als der Gas Mask Kern, behält aber dennoch einen scharfen Eintrittswinkel bei. Gegenüber einem Konkurrenten wie dem Storm Code Red zeigt der Gauntlet Fury aufgrund der Carbon-Faser-Infusion oft einen etwas schwereren Roll und weniger Ablenkung in den Pins, wenn er leicht unsauber in die Gasse trifft.
Praktische Anwendung
Der Gauntlet Fury ist prädestiniert für mittlere bis schwerere Ölbedingungen, auf denen man dennoch Länge generieren muss. Er ist der ideale Ball, wenn man von einem stumpfen Solid-Ball (wie dem originalen Gauntlet oder einem Rip’D Solid) auf etwas wechseln muss, das mehr Energie für das Backend speichert, ohne an Gesamthook einzubüßen. Dank der polierten Oberfläche gleitet er über die angespielten Köpfe hinweg, aber der starke asymmetrische Kern stellt sicher, dass der Ball im Öl nicht einfach wegschwimmt. Er erlaubt Spielern, die Leisten tief zu bespielen und den Ball weit nach außen zu werfen, mit dem Vertrauen, dass er dank der CFI-Technologie im Coverstock einen kraftvollen Richtungswechsel vollzieht und den Carry maximiert.