Erste Eindrücke
Der Ebonite Game Breaker 2 Phenom Pearl wurde im Januar 2017 als logische Erweiterung der extrem erfolgreichen GB2-Linie veröffentlicht. Optisch besticht der Ball durch eine Pearl-Mischung aus Blue, Purple und Silver, die ihm ein dynamisches Erscheinungsbild auf der Bahn verleiht. Im Inneren arbeitet der legendäre Enhanced V2 Core, der als einer der zuverlässigsten symmetrischen Kerne in der Bowling-Geschichte gilt. In der 15-Pfund-Version liefert dieser Kern einen niedrigen RG-Wert von 2.48 und ein Differential von 0.048. Diese Werte sorgen für ein frühes Anlaufen des Kerns (Low RG) bei gleichzeitig hohem Flare-Potential. Umhüllt wird das Ganze vom GB 11.2 Pearl Coverstock, einer Weiterentwicklung der bewährten GB-Schalen, die ab Werk mit einem 500/1000 Abralon Schliff und anschließender Powerhouse Factory Finish Politur versehen ist. Diese Kombination zielt darauf ab, die bekannte Zuverlässigkeit des V2-Kerns mit einer sauberen Gleitphase durch die Front und einer kraftvollen Reaktion am Backend zu verbinden.
Vergleichsanalyse
Um den Game Breaker 2 Phenom Pearl einzuordnen, ist der Vergleich zum direkten Vorgänger, dem Ebonite Game Breaker 2 Phenom (Solid), am wichtigsten. Während die Solid-Version für ihr frühes Lesen der Bahn und die sehr runde, fast schon bremsende Bewegung bekannt ist, bietet die Pearl-Version deutlich mehr Länge. Sie speichert die Energie länger und reagiert am Breakpoint wesentlich definierter und winkeliger. Im Vergleich zum Storm IQ Tour Pearl, der oft als Referenz für kontrollierte Pearl-Bälle dient, zeigt der GB2 Phenom Pearl aufgrund des stärkeren GB 11.2 Covers oft etwas mehr Gesamthaken und eine aggressivere Bewegung in der Midlane, obwohl beide Bälle niedrige RG-Werte aufweisen. Gegenüber einem Ball wie dem Hammer Phobia, der ebenfalls 2017 erschien, agiert der GB2 Phenom Pearl oft einen Tick früher und kontrollierbarer, da der V2-Kern dazu neigt, die Bewegung etwas mehr zu glätten als der sehr drehfreudige Phobia-Kern.
Praktische Anwendung
Der Ebonite Game Breaker 2 Phenom Pearl ist eine hervorragende Wahl für mittlere Ölbedingungen und typische Hausölungen. Er spielt seine Stärken besonders dann aus, wenn die Bahn beginnt, sich zu öffnen (Transition) und matte Solid-Bälle zu früh Traktion aufbauen ("hook at your feet"). Dank der polierten Oberfläche gleitet er mühelos über die angespielten Köpfe (Front) hinweg, während der niedrige RG-Wert des Kerns sicherstellt, dass der Ball nicht zu lange rutscht, sondern rechtzeitig in eine starke Rollphase übergeht. Dies macht ihn ideal für Spieler, die die Gasse gerne etwas weiter öffnen möchten, ohne die Kontrolle eines Benchmark-Balls zu verlieren. Er bietet genug Friction am Ende des Musters, um auch bei flacheren Eintrittswinkeln einen guten Carry zu gewährleisten, und verzeiht Ungenauigkeiten beim Abwurf besser als viele extrem aggressive asymmetrische Bälle.