Erste Eindrücke
Der Ebonite Game Breaker 2 (Neuauflage Ende 2022) bringt eine absolute Legende zurück auf den Markt. Optisch hält er sich klassisch in einer Kombination aus Schwarz und Lila ("Black / Purple"). Technisch vertraut Ebonite auf die exakte Erfolgsformel des Originals: Im Zentrum arbeitet der bewährte symmetrische Enhanced V2 Kern, der bei 15 lbs ein niedriges RG von 2.48 und ein solides Differential von 0.048 liefert. Diese Werte sorgen für ein frühes Anlaufen und eine sehr stabile Rotation im Mittelfeld. Ummantelt wird der Kern vom berühmten GB 10.7 Solid Reactive Coverstock. Die Oberfläche wird ab Werk mit einem 500/2000 Siaair Micro Pad Finish bearbeitet. Diese matte Textur signalisiert sofort, dass dieser Ball nicht für maximalen Skid gemacht ist, sondern dafür, früh Traktion aufzubauen und die Bahn kontrolliert zu lesen.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum moderneren Ebonite Game Breaker 4 ist der Game Breaker 2 etwas schwächer und sauberer durch die Front. Der GB4 nutzt die aggressivere GB 12.0 Mischung, wodurch er noch früher im Öl gräbt und mehr Gesamthook erzeugt. Der GB2 hingegen lässt etwas mehr Länge zu und wirkt am Breakpoint runder. Vergleicht man ihn mit einem anderen Benchmark-Klassiker wie dem Storm Phaze II, so agiert der Game Breaker 2 noch einen Tick kontrollierter und weniger dynamisch im Backend. Während der Phaze II oft eine stärkere Antwort auf Friction zeigt, glättet der GB2 die Reaktion komplett ab und verhindert böse Überraschungen. Er ordnet sich leistungsmäßig genau unter den High-Performance-Solids ein und dient als verlässliche Referenz.
Praktische Anwendung
Der Game Breaker 2 ist der ultimative Benchmark-Ball für mittlere Ölmuster. Er sollte der erste Ball sein, der aus der Tasche kommt, um das Ölbild zu lesen. Seine größte Stärke ist die Glättung von "Wet/Dry"-Bedingungen: Wenn die Bahn innen ölig und außen trocken ist, verhindert der GB2, dass der Ball zu weit rutscht oder zu aggressiv abbiegt. Er bietet einen sehr berechenbaren, bogenförmigen Weg in die Gasse. Er eignet sich hervorragend für Ligaspieler, die Kontrolle über maximalen Hook stellen. Wenn die Bahn jedoch "Transition" zeigt und die Front zu trocken wird, kann das 2000er Finish dazu führen, dass der Ball zu früh rollt und Energie verliert (schlechterer Carry). In diesem Fall wäre ein Wechsel auf einen glänzenden Hybrid- oder Pearl-Ball ratsam.