Erste Eindrücke
Der Motiv Forza SS wurde im August 2017 als neue Benchmark-Option für mittelschwere bis schwere Ölbedingungen auf den Markt gebracht. Die Abkürzung SS steht hierbei für Sigma Solid, was direkt auf die technischen Kernkomponenten des Balls verweist. Farblich ist das Modell in einem unauffälligen, aber professionellen Farbschema aus Grau und Rot gehalten. Im Inneren des Balls arbeitet der bewährte Sigma Core, ein symmetrischer Kern, der bereits in früheren Forza-Modellen für seine kontrollierte Dynamik geschätzt wurde. Für einen Ball mit einem Gewicht von 15 Pfund weist dieser Kern einen niedrigen RG-Wert von 2.47 und ein Differential von 0.047 auf. Diese Spezifikationen lassen auf eine früh einsetzende Rotation und eine sehr gleichmäßige Energieabgabe schließen. Als äußere Hülle kommt der Helix HFS Solid Reactive Coverstock zum Einsatz. HFS steht für High Friction Solid, was die chemische Ausrichtung der Schale unterstreicht. Die Oberfläche wird werkseitig mit einem 3000 Grit LSS Finish (Laser Scanned Sanded) ausgeliefert. Diese Kombination aus einem kräftigen Kern und einer matten Oberfläche soll dafür sorgen, dass der Ball frühzeitig Grip aufbaut und eine sehr berechenbare Laufbahn beschreibt.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum Storm Phaze II, der oft als Goldstandard für Benchmark-Bälle mit Solid-Cover gilt, zeigt der Motiv Forza SS eine nochmals frühere Reaktion in der Mid-Lane. Während der Storm Phaze II für seine Vielseitigkeit und eine etwas kräftigere Backend-Reaktion bekannt ist, soll der Forza SS den Fokus stärker auf die Kontrolle des mittleren Bahnbereichs legen. Er reagiert weniger empfindlich auf Friction am Ende des Ölmusters und bietet stattdessen eine sehr kontinuierliche, bogenförmige Bewegung. Verglichen mit dem Roto Grip Daredevil Trick, der ebenfalls ein symmetrisches Solid-Modell aus dieser Ära ist, wirkt der Forza SS in der Front etwas ruhiger, baut aber im Bereich der Transition eine stabilere Rollphase auf. Im Vergleich zum hauseigenen Motiv Venom Shock bietet der Forza SS aufgrund des kräftigeren Helix-Covers deutlich mehr Gesamthakenpotenzial und kann auf deutlich höheren Ölvolumen eingesetzt werden, ohne über die Gasse hinaus zu rutschen. Gegenüber dem Brunswick Magnitude 035 zeigt der Forza SS eine kompaktere Kernbewegung, was zu einer homogeneren Kraftentfaltung führt, anstatt die gesamte Energie in einem einzigen Richtungsumschwung zu entladen.
Praktische Anwendung
Die ideale praktische Anwendung des Motiv Forza SS liegt auf frischen Ölmustern mit mittlerem bis hohem Volumen, bei denen Kontrolle über die gesamte Bahnlänge oberste Priorität hat. Der Ball soll dem Spieler dabei helfen, das Muster sicher zu lesen und eine verlässliche Rückmeldung über den Zustand der Bahn zu erhalten. Aufgrund der frühen Rollphase eignet sich der Forza SS hervorragend für Spieler mit hoher Ballgeschwindigkeit oder eher niedriger Rev-Rate, da das Cover die nötige Friction erzeugt, um den Ball rechtzeitig in die Gasse zu lenken. Auf typischen Hausölgelaufen ermöglicht er es, eine stabilere Linie über die äußeren Leisten zu spielen, ohne dass der Ball bei Kontakt mit trockenem Holz unkontrolliert wegspringt. Wenn die Transition einsetzt und die Front der Bahn trockener wird, bietet der Forza SS genügend Stabilität, um den Fokus leicht nach innen zu verschieben, wobei er seine kontinuierliche Bewegung beibehalten soll. Der Carry bleibt dabei durch die gleichmäßige Energieverteilung des Sigma-Kerns auch bei verschiedenen Eintrittswinkeln konstant. Für Wettkampfspieler stellt dieser Ball ein unverzichtbares Werkzeug dar, wenn aggressivere asymmetrische Bälle eine zu unruhige Bewegung erzeugen und eine kontrollierte, matte Oberfläche gefragt ist, um die Tasche sicher zu treffen.