Erste Eindrücke
Der Motiv Forge Ember, veröffentlicht im August 2022, bringt die beliebte Forge-Serie zurück in den Fokus für stärkere Ölbedingungen. Optisch präsentiert sich der Ball in einer markanten Mischung aus Tour Orange, Slate Grey und Black Solid, was ihm ein feuriges Erscheinungsbild verleiht. Das technische Herzstück ist der bewährte symmetrische Detonator Kern. Mit einem niedrigen RG von 2.47 und einem sehr hohen Differential von 0.055 (bei 15 lbs) ist dieser Kern darauf ausgelegt, extrem früh zu revven und massives Flare-Potenzial zu entwickeln. Die Innovation liegt in der Schale: Motiv nutzt hier den Infusion MXC Hybrid Reactive Coverstock. Diese Technologie kombiniert die starke Traktion einer Solid-Schale mit der Energiespeicherung einer Pearl. Ab Werk kommt der Ball mit einem 2000 Grit LSS (Laser Scan Sanded) Finish. Diese matte Oberfläche sorgt in Verbindung mit dem starken Kern für eine sehr frühe, stabile Lesung der Bahn und verhindert, dass der Ball auf frischem Öl ins Rutschen gerät.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum Motiv Iron Forge, der den gleichen Kern nutzt, aber mit einer polierten Pearl-Oberfläche ausgestattet ist, agiert der Forge Ember völlig anders. Während der Iron Forge Länge sucht und am Breakpoint eckig reagiert, gräbt sich der Ember viel früher in die Oberfläche ein und erzeugt eine runde, kontrollierbare Bogenlampe. Er ist im Gesamthook deutlich stärker. Vergleicht man ihn mit dem originalen Motiv Forge Flare (Solid), bietet der Ember durch die Hybrid-Komponente etwas mehr Länge und behält einen Tick mehr Energie für das Backend, ohne jedoch die Stabilität im Öl zu opfern. Gegenüber einem Marktstandard wie dem Storm Phaze II wirkt der Forge Ember oft noch einen Hauch aggressiver in der Front, da die MXC-Schalenchemie dafür bekannt ist, extrem viel Friction zu erzeugen und das Öl förmlich aufzusaugen.
Praktische Anwendung
Der Motiv Forge Ember ist primär für mittlere bis schwere Ölmuster konzipiert und fungiert hervorragend als Benchmark-Ball auf frischen Bahnen. Seine Kombination aus niedrigem RG und griffiger Oberfläche macht ihn zur idealen Wahl, um die Front zu kontrollieren und die Gasse sicher zu finden, ohne dass der Ball unvorhersehbar springt. Er glänzt besonders darin, den Übergang von nassem zu trockenem Bereich (Wet/Dry) zu glätten. Für Spieler mit hoher Ballgeschwindigkeit ist er ein verlässlicher Partner, da er früh genug bremst. Sobald die Bahn jedoch in die Transition geht und die Fronten aufbrechen, könnte der aggressive Coverstock zu früh Energie verbrennen, was den Wechsel auf einen polierten Ball wie den Iron Forge oder Pride Empire ratsam macht. Er ist ein Arbeitstier für Volumen und Kontrolle.