Erste Eindrücke
Der Pyramid Force Pink Label (Release September 2023) ist eine exklusive "Limited Edition", die ursprünglich für den internationalen Markt konzipiert wurde. Optisch sticht der Ball durch sein leuchtendes "Pink Pearl" sofort ins Auge, doch der erste haptische Eindruck verrät eine technische Besonderheit: Anders als viele Pearl-Bälle, die oft hochglanzpoliert sind, kommt der Pink Label mit einem 4000 Abralon-Schliff (mattiert) aus der Box. Im Kern arbeitet der bewährte SG Precessional Asymmetric Core, der bereits den originalen Force antrieb. Diese Kombination aus dem GPS Navigational Pearl Coverstock und dem starken asymmetrischen Kern (RG ca. 2.53, Diff 0.051) verspricht eine spannende Mischung: Das matte Finish sorgt für frühere Traktion als bei glänzenden Pearls, während die Pearl-Zusammensetzung dennoch genügend Energie für das Backend bewahrt.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zur ursprünglichen Force (Solid) Serie zeigt sich der Pink Label etwas länger und sauberer durch die Front, liest die Bahn aber deutlich früher als klassische "Skid-Flip" Pearl-Bälle. Er erinnert in seiner Laufcharakteristik an Bälle wie den RST X-4 von Roto Grip oder den Eternity von 900 Global. Wie diese Modelle nutzt er die Asymmetrie, um am Breakpoint eine definierte, aber nicht unkontrollierbare Richtungsänderung zu erzeugen. Während ein Hammer Black Widow 2.0 Hybrid vielleicht noch etwas aggressiver im Öl agiert, positioniert sich der Force Pink Label genau in der Lücke zwischen starken Solid-Bällen (für viel Öl) und glänzenden Pearl-Bällen (für trockenere Bahnen). Die matte Oberfläche verhindert das typische "Über-Rutschen" im Öl, das manche Pearl-Bälle plagt.
Praktische Anwendung
Dieses Setup macht den Force Pink Label zu einer hervorragenden Wahl für Medium-Heavy Ölbedingungen. Er ist ideal für Spieler, die den "Kick" eines Pearl-Balls im Backend suchen, sich aber auf frischem Öl mehr Sicherheit und Haftung in der Midlane wünschen. Auf einer typischen Hausölung (THS) kann er als erster Ball aus der Tasche dienen, da das 4000er Finish kleine Ungenauigkeiten beim Abwurf verzeiht und den Übergang (Transition) der Bahn gut lesbar macht. Two-Hander und Spieler mit höherer Rev-Rate werden schätzen, dass der Ball trotz der Pearl-Schale nicht zu "zickig" am Breakpoint reagiert, sondern eine starke, kontinuierliche Bewegung durch die Gasse liefert.