Erste Eindrücke
Der Hammer Extreme Envy Hybrid, veröffentlicht im Oktober 2025 als spezielles internationales Release, bringt die nächste Evolutionsstufe der Envy-Reihe auf die Bahn. Im Inneren arbeitet der wuchtige Launcher LRG Asymmetric Core, der mit einem niedrigen RG von 2.479 und einem hohen Differential von 0.054 (bei 15 lbs) für ein extrem frühes Anlaufen und massives Flare-Potenzial sorgt. Das entscheidende Upgrade ist die Oberfläche: Hier kommt die HK22C - Cohesion Hybrid Reactive Mischung zum Einsatz. Anders als bei vielen Hybriden, die poliert sind, wird dieser Ball werkseitig mit einem rauen 500/2000 Siaair Micro Pad Finish ausgeliefert. Diese matte Hybrid-Konfiguration deutet auf einen Ball hin, der die Traktion eines Solids mit der etwas besseren Energieerhaltung eines Hybrids verbindet.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum originalen Hammer Extreme Envy (Solid) agiert die Hybrid-Version sichtbar sauberer durch die Front. Während der Solid oft als reiner "Schneepflug" fungiert und extrem früh gräbt, erlaubt die HK22C-Hybrid-Schale dem Ball, etwas länger Energie zu speichern, bevor er in der Midlane "liest". Gegenüber dem Hammer Effect, der meist poliert gespielt wird und sehr spät reagiert, ist der Extreme Envy Hybrid wesentlich früher und runder in der Gesamtbewegung. Er bietet mehr Gesamthook im Öl als ein Hammer Black Widow 3.0, da der Launcher-Kern noch zentrierter und schwerer rollt als der Gas-Mask-Kern, der für seine eckige Bewegung am Breakpoint bekannt ist.
Praktische Anwendung
Der Extreme Envy Hybrid ist eine erstklassige Wahl für schwere Ölverhältnisse und frische Bahnen. Er schließt die Lücke zwischen einem reinen "Hook-Monster" für Sumpf-Bedingungen und einem kontrollierbaren Benchmark-Ball. Dank des 2000er-Mattschliffs bietet er genügend Zähne, um auf glattem Öl nicht durchzurutschen, während die Hybrid-Komponente verhindert, dass er – wie manche reine Solids – bereits bei den Pfeilen "tot" rollt. Er eignet sich perfekt für Spieler, die auf viel Öl starten müssen, aber dennoch eine gewisse Backend-Bewegung sehen wollen, um den Eintrittswinkel in die Gasse zu verbessern. Er ist weniger anfällig für "Lane Shine" als klassische Solids und behält seine Reaktion länger bei.