Erste Eindrücke
Der Columbia 300 Eruption Pro Blue, veröffentlicht im Spätherbst 2017, markiert die Rückkehr eines absoluten Fan-Lieblings in einem tiefen "Midnight Blue". Im Herzen des Balls rotiert der bewährte Modified Resurgence Core, ein symmetrischer Kern mit einem niedrigen RG von 2.50 und einem moderaten Differential von 0.036 (bei 15 lbs). Diese Zahlen sprechen für eine frühe Rollphase, aber ohne übermäßige Flare-Bewegung. Umhüllt wird diese Technik vom Bend-It Solid Coverstock. Lassen Sie sich jedoch nicht vom Begriff "Solid" täuschen: Das Werksfinish aus 500/1000 Abralon mit Powerhouse Factory Finish Polish sorgt für eine spiegelglatte Oberfläche. Das Ergebnis ist ein Ball, der mühelos durch die Front gleitet und eine sehr kontrollierte, bogenförmige Reaktion zeigt, statt aggressiv zu hacken.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum fast zeitgleich veröffentlichten Columbia 300 Spoiler wirkt der Eruption Pro Blue deutlich zahmer und länger. Während der Spoiler mit seiner matten Oberfläche und dem stärkeren Differential für frisches Öl und starken Hook ausgelegt ist, dient der Eruption Pro Blue als logischer Schritt abwärts (Step-down). Gegenüber dem originalen Columbia 300 Eruption Pro (2013) bietet die neue "Bend-It"-Rezeptur eine Nuance mehr Traktion im Öl, behält aber den charakteristischen "Smoothness"-Faktor bei. Vergleicht man ihn mit einem Storm Hy-Road, so generiert der Eruption Pro Blue weniger Backend-Snap und weniger Gesamt-Hook, bietet dafür aber eine noch stabilere Kontrolle des Breakpoints auf unruhigen Bahnen.
Praktische Anwendung
Dieser Ball ist eine "Geheimwaffe" für leichtere bis mittlere Ölbedingungen oder für die späten Spiele einer Serie, wenn die Köpfe angespielt sind und das Backend unberechenbar wird (Wet/Dry). Dank des polierten Solid-Covers neigt er nicht zu Überreaktionen ("Jumpiness") an der trockenen Außenleiste, sondern liest die Friction sanft und vorhersehbar. Er eignet sich hervorragend für Turnierspieler, die das Feld kontrollieren müssen, ohne die Gasse durch zu viel Winkel zu gefährden. Auch für Spieler mit niedrigerer Ballgeschwindigkeit ist er ideal, da er nicht zu früh anspringt und somit genug Energie für die Pins bewahrt.