Erste Eindrücke
Der Storm Equinox Solid präsentiert sich in einem markanten Farbdesign aus Dunkelgrün, Schwarz und Weiß, das auf der Bahn sofort ins Auge fällt. Mit dem charakteristischen Cherry Apple Slush-Duft setzt Storm auch bei diesem Ball auf eine besondere sensorische Note. Technisch basiert der Equinox Solid auf dem bewährten asymmetrischen Solarion A.I. Core, der nun mit der neuen A2S Solid Reactive Coverstock-Technologie kombiniert wurde. Diese Weiterentwicklung der Adhesion System Technology soll für verbesserte Griffigkeit und Reaktionsfähigkeit auf der Bahn sorgen. Die technischen Daten zeigen einen RG-Wert von 2,47 Zoll beim 16-Pfund-Ball und 2,48 Zoll bei 15 Pfund, ein Differential von 0,054 sowie ein Intermediate Differential von 0,016 beziehungsweise 0,018. Die Oberfläche kommt ab Werk mit 2000 Grit Abralon und wird in Tests tatsächlich bei etwa 1500 Grit gemessen, was dem Ball seine charakteristische matte Erscheinung verleiht. Der tri-zylindrische Solarion Core wurde speziell entwickelt, um eine frühe Lesefähigkeit mit kontinuierlicher Energie zu verbinden. Der größte Zylinder senkt den RG-Wert für schnellere Drehungen, während der obere Zylinder Bohrflexibilität bietet und die leichte Basis zusätzliches Drehmoment erzeugen soll. Die A2S-Technologie verspricht dabei eine deutlich erhöhte Ölabsorption innerhalb der Storm-Produktlinie, was sich in einer präsenten Midlane-Traktion manifestieren könnte.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum Storm Ion Max positioniert sich der Equinox Solid als Alternative mit unterschiedlicher Charakteristik. Während der Ion Max tendenziell noch früher liest und dabei im Backend etwas mehr Energie zurückhält, zeigt sich der Equinox Solid mit einem ausgewogeneren Ansatz, der frühe Lesefähigkeit mit kontrollierter Fortsetzung verbindet. Der Ball dürfte etwas weniger aggressiv als der Ion Max auftreten, bietet dafür aber eine glattere Gesamtbewegung. Zum Storm Phase II ergeben sich deutliche Unterschiede in der Ballcharakteristik. Der Phase II mit seinem symmetrischen Kern zeigt sich in Tests merklich schärfer und angularer im Backend, während der Equinox Solid einen runderen, vorwärtigeren Bewegungsablauf aufweist. Diese Eigenschaft könnte ihn für Spieler interessant machen, die weniger abrupte Richtungswechsel bevorzugen. Besonders interessant ist die Nähe zum Storm Eternity Pi, einem Ball, der vor etwa zwei Jahren erschien und ähnliche Einsatzbereiche abdeckte. Beide Bälle teilen die frühe Lesefähigkeit und die kontrollierte, vorwärtige Backend-Reaktion, wobei der Equinox Solid durch die modernere A2S-Technologie möglicherweise eine konsistentere Performance über mehrere Spiele hinweg bieten könnte. Zum ursprünglichen Storm Equinox mit Pearl-Cover besteht ein deutlicher Unterschied, da jener Ball länger und schärfer im Backend agiert, während der Solid deutlich früher ansetzt und glatter durch die Pins arbeitet.
Praktische Anwendung
Der Storm Equinox Solid sollte seine Stärken primär auf frischen, mittleren bis schweren Ölmustern ausspielen können. Die frühe Lesefähigkeit in Kombination mit der glatten Backend-Bewegung macht ihn zu einem Kandidaten für Spieler, die auf frischem Öl eine kontrollierte, vorhersehbare Ballreaktion suchen und dabei nicht zu weit nach links wandern möchten. Bei typischen Ligabedingungen könnte er als erster Ball im Arsenal dienen, bevor die Bahn aufbricht und schärfere Backend-Reaktionen gefragt sind. Für Spieler mit mittlerer bis höherer Rev-Rate dürfte der Ball die Möglichkeit bieten, relativ direkt zu spielen und dabei trotzdem ausreichend Hook-Potential zu generieren. Die glatte Bewegung könnte besonders bei Spielern mit moderater Ballgeschwindigkeit von Vorteil sein, da der Ball auch bei etwas langsamerer Abgabe nicht übermäßig früh ausbrennen sollte. Auf längeren Ölmustern über 42 Fuß könnte er als Benchmark-Ball funktionieren, während er auf kürzeren Mustern eventuell erst nach einer Urethane-Phase zum Einsatz käme, wenn das Öl bereits nach hinten getragen wurde. Oberflächenanpassungen könnten die Einsatzmöglichkeiten erweitern. Mit zusätzlichem Polieren würde der Ball länger und etwas schärfer, verlöre dabei aber möglicherweise seine charakteristische Kontrolle im Backend. Für die meisten Einsatzbereiche dürfte die Box-Oberfläche jedoch die beste Balance bieten. Im Arsenal sollte der Equinox Solid als früher, kontrollorientierter Solid seinen Platz finden – stärker als symmetrische Benchmark-Bälle, aber mit weniger explosiver Backend-Reaktion als hochdifferentielle Asymmetrics. Mit einem Preis im Premium-Segment um 210 Euro positioniert sich der Ball als Spezialist für frische, ölreiche Bedingungen, bei denen Kontrolle und Vorhersehbarkeit im Vordergrund stehen.