Erste Eindrücke
Der Storm Electrify G-O (Gold/Orange) bringt Farbe und Spaß auf die Bahn und zielt auf das Segment für leichtere Ölbedingungen ab. Optisch ist er ein echter Hingucker mit seiner hellen "Gold / Orange / Vanilla" Pearl-Mischung, begleitet vom typischen Storm-Duft, hier "Frosted Cupcake". Im Inneren arbeitet der symmetrische Circuit-Kern. Dieser besitzt bei 15 lbs ein RG von 2.51 und ein Differential von 0.030. Diese Werte stehen für eine sehr kontrollierte Dynamik: Der Kern will nicht früh anlaufen, sondern Länge generieren. Die Hülle ist der bewährte Reactor Pearl Reactive Coverstock, veredelt mit dem Reacta Gloss Finish. Diese Kombination aus schwächerem Kern und harter, polierter Schale signalisiert sofort, dass dieser Ball nicht für Öl gebaut ist, sondern für maximalen Skid durch die Front und eine definierte, aber nicht überfallartige Reaktion im Backend.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zur Storm Tropical Surge Serie, die oft als Einstieg dient, bietet der Electrify G-O durch den Circuit-Kern etwas mehr Performance. Er flart etwas mehr und bietet einen besseren Eintrittswinkel, nutzt aber dieselbe Reactor-Schalentechnologie. Verglichen mit der Roto Grip Hustle Serie (z.B. Hustle Wine) wirkt der Electrify G-O oft noch einen Tick länger und "sauberer" in der Front, da die Reactor-Hülle etwas weniger griffig ist als das VTC-Material der Hustles. Er ist der logische "Step-Down" vom Storm Hy-Road Pearl. Wenn der Hy-Road zu stark reagiert oder zu früh liest, bietet der Electrify noch mehr Länge und eine zahmere Reaktion. Er ist das Gegenstück zum Electrify Solid (B/S/O), der früher und runder agiert; der G-O ist die spritzige "Schönwetter"-Variante.
Praktische Anwendung
Der Storm Electrify G-O ist der absolute Spezialist für trockene Bahnen, kurze Ölmuster oder stark abgespielte "House Shots". Er ist der Lebensretter am Ende eines langen Turniertages, wenn die Köpfe (Heads) komplett verbrannt sind und jeder andere Ball schon bei den Füßen anfängt zu haken. Dank des hohen RG gleitet er mühelos über diese trockenen Stellen hinweg. Für Einsteiger ist er ein fantastischer erster Reaktiv-Ball, da er Fehler in der Geschwindigkeit verzeiht und gut kontrollierbar ist. Für fortgeschrittene Spieler mit hoher Rev-Rate ist er oft der einzige Ball, der auf "Wüsten-Bahnen" noch kontrollierbar bleibt, ohne an Energie für die Pins zu verlieren. Auf frischem oder viel Öl ist er jedoch völlig fehl am Platz, da er dort rutschen wird ("Skid") und kaum Endbewegung zeigt.