Erste Eindrücke
Der im August 2018 erschienene Hammer Diesel Torque bringt einen der zuverlässigsten Namen der Marke zurück, diesmal mit einem Fokus auf Griffigkeit und Kontrolle. Im Inneren arbeitet der bewährte symmetrische Diesel-Kern, der ein mittleres bis hohes RG von 2.51 und ein gesundes Differential von 0.046 (bei 15 lbs) aufweist. Diese Kernwerte sorgen für gute Länge und eine sehr kontinuierliche Bewegung. Die entscheidende Komponente ist jedoch die Juiced Solid Reactive Oberfläche in einem markanten Blau/Schwarz/Orange-Farbschema. Anders als viele Bälle in diesem Preissegment kommt der Diesel Torque mit einem rauen 500/2000 Abralon Finish aus der Box. Wie bei Hammer üblich, ist auch hier die Carbon Fiber Outer Core Technologie verbaut, die nicht nur für extreme Haltbarkeit sorgt (und die 3-Jahres-Garantie ermöglichte), sondern auch die Schlagkraft in den Pins erhöht.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum Hammer Diesel Pearl, der für seine Länge und schnelle Backend-Reaktion bekannt war, agiert der Torque völlig anders. Durch die matte Solid-Oberfläche liest der Torque die Bahn deutlich früher (im Midlane-Bereich) und glättet die Reaktion am Breakpoint. Er ist weniger "zackig" und bietet einen sanfteren Bogen. Zieht man einen externen Vergleich heran, so erinnert der Diesel Torque stark an den legendären Ebonite Game Breaker 2. Er ist ein klassischer symmetrischer Solid-Ball: Nicht so aggressiv wie ein High-End-Ball (z.B. Black Widow oder Rip’D Solid), aber deutlich stärker und früher als Einsteigerbälle wie der Vibe. Er füllt die Lücke für "kontrollierte Traktion" im mittleren Preissegment.
Praktische Anwendung
Der Hammer Diesel Torque ist der Inbegriff eines "Benchmark-Balls" für den typischen Ligaspieler. Er glänzt auf mittleren Ölmuster, wo er eine hervorragende Balance zwischen Traktion und Energieerhalt bietet. Er ist die perfekte Wahl als erster Ball, um die Bahn zu lesen: Er zeigt an, wo das Öl ist, ohne unvorhersehbar zu rutschen, und zeigt an, wo das Trockene ist, ohne übermäßig zu springen. Er ist besonders effektiv, um "Over/Under"-Bedingungen (Wet/Dry) zu entschärfen, da er den Übergang vom Öl zur Reibung weicher gestaltet. Für Spieler mit sehr hoher Drehzahl ist er oft ausreichend als "Heavy Oil"-Option auf Hausmustern, während er für Spieler mit weniger Handgelenkseinsatz die nötige Sicherheit bietet, dass der Ball nicht durch den Breakpoint rutscht.